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 Der Traum des Andrie Rogerman von Andrie Rogerman

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Der Traum des Andrie Rogerman von Andrie Rogerman Empty
BeitragThema: Der Traum des Andrie Rogerman von Andrie Rogerman   Der Traum des Andrie Rogerman von Andrie Rogerman EmptySa Feb 27, 2010 11:41 am

Nach einem harten Tag führte der Weg von Andrie zu seiner kleinen Wohnung im dem ärmeren Viertel von Tiefwasser. Seine Hände taten ihm weh, und auch sein Rücken schien sich für die Torturen in der Werkstatt zu bedanken. Nicht einen einzigen Pfeil hatte er an diesem Tag fehlerfrei hergestellt... entweder waren sie krumm geworden, oder aber die Spitzen standen nicht so wie sie sollten. Er saß sich an den kleinen Tisch in seiner feuchten Wohnung und nahm einen Schluck des günstigen Weins, kurz bemühte er seine Augen und versuchte ein wenig zu lesen, doch nach dem harten Tag sehnte sich jeder Muskel in seinem Körper nach dem Bett und der warmen Decke. Achtlos warf er seine Kleidung auf einen der reparierten alten Stühle und löschte die Kerze auf dem kleinen Beistellschrank an der Seite seines Bettes. Langsam schlossen sich die Augen und er schlief ein, versank in die Welt die Träume.

~

Er fand sich in einem Raum wieder, die Bewohner des Hauses mussten sehr reich sein, wie die farbenfrohen Tapeten und der hochwertige Fussboden schon beim ersten Anblick deutlich zeigten. Niemand schien ihn wahrzunehmen, weder das kleine Kind in dem Bettchen in der Mitte des Raumes, noch die alte Amme, die vor dem Bett stehend den kleinen Zögling mit sanften Gesängen in den Schlaf wiegte. Weich war der Gesang und die Stimme der alten Frau wahr deutlich angenehmer, als man ihr auf den ersten Blick zutrauen würde, und so war es nicht verwunderlich, dass das Kind bald still und friedlich schlief.

Ein lauter Knall liess Andrie hochschrecken und riss seinen Blick zu der Balkontüre am anderen Ende des Raumes. Instinktiv wich er bei dem Anblick der Kreatur einige Schritte zurück. Nur aus Erzählungen und wenigen Büchern wusste er... oder besser, konnte er erahnen was das sein musste. Niemals zuvor war er auch nur einer annähernd entstellten Kreatur begegnet wie sie diese Vampirbrut darstellt. Zielstrebig ging das Monster auf die Amme zu und stiess sie unsanft nach hinten, riss den kleinen Buben aus dem Bett und verschwand so schnell wie es gekommen war... Zurück blieb die Amme, in Tränen ausbrechend dem Ende naha, weinend, wimmernd und allein. Ein Wehklagen durchstreifte das Haus und den Raum, wie nur echter seelischer Schmerz ihn verursachen konnte.

Eine leise weibliche Stimme aus dem Nebenraum durchbrach für einen Moment das Wimmern, und veranlasste die Alte sich zur Türe des Nebenraums zu begeben. Der Türe gab beim Öffnen den Blick auf ein ebenso reich ausgestattetes Schlafzimmer frei, in dessen Mitte ein großes Bett mit Seidenwäsche stand, in dem in Decken gehüllt eine wunderschöne Frau lag. Blässe in Ihrem Gesicht und Schweissperlen auf der Stirn verieten, dass sie an einer schweren Krankheit leiden musste. Die Amme berichtend was soeben geschehen war, brachte das Leid auch über diese Frau.. und plötzlich stemmte ein Stimme sich in Andries Kopf, schneidend, fesselnd und einprägend...

"Der Vampir hat sich ihn geholt... das blaue Blut, es vermag zu nähren die weisse Gestalt und er erhofft sich viel davon... so befahl er das Kind mit dem blauen Blut zu holen, und zu ihm zu bringen.... Andrie! ... Andrie! .. Gehe nach Osten, gehe nach Osten und Rette das Kind!"

~

[left]Am Morgen wachte Andrie mit Kopfschmerzen auf. Sein erster vorwurfsvoller Blick zur Flasche des günstigen Weines.. innerlich dankend für den Schädel und den verwirrten Blick. Nur wenig Licht drang in die kleine Wohnung.Wie ein alter Mann richtete sich Andrie mit der Hand am Kopf auf und setzte sich auf das Bett, die Stimme hallte noch immer durch seinen Schädel. Einige Minuten saß er in Gedanken dort.. und schien zu überlegen was ihn in dieser Stadt hielt, dann stand er auf, legte die Haare nach hinten und packte seine Habseligkeiten zusammen. Er würde in den Hafen gehen... und nach Osten Reisen.

Nach Osten reisen um das Kind zu retten.
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BeitragThema: Re: Der Traum des Andrie Rogerman von Andrie Rogerman   Der Traum des Andrie Rogerman von Andrie Rogerman EmptySa Feb 27, 2010 11:42 am

Langsam stieg er von dem Schiff, die Seefahrt war ihm nicht bekommen. Übel war ihm... und mehr als einmal hatte er sich über die Reling gebäugt, hatte mit dem Blick die herannahenden Wellen beobachtet die das was er zuvor gegessen hatte von der Wand des Schiffes in den Ozean spülten. Umso froher war er, als sie nach der langen Reise in den Hafen von Port Haven einfuhren, und schon von weitem sehnte sich Andrie nach den Steinen des Bodens, ein Gefühl von Glück und Bereiung erfüllte ihn, als er über den Steg das Schiff verlies und den Hafen betrat.

Wenngleich der Geruch von altem Fisch und schlechtem Tabak nicht der beste war, so war es doch noch um einiges besser als der schwankenede Boden des Schiffes. Die Bank am Steg war ein wilkommenes Ziel und vielleicht eine Stunde setzte er sich nieder.. der Oberkörper schien sich immer noch im Rhytmus der Wellen hin- und her zu bewegen. Viele Gedanken schossen ihm durch den Kopf.... ob das richtig war? Sicher würde man lauthals lachen wenn er den anderen erzählen würde wieso er hierher gekommen war.

Schon bald machte er sich auf die Stadt zu erkunden. Viele Schiffe lagen im Hafen und schon bald traf er vor einem verschlossenen Tor an einem abseits gelegenen Stegen jenen von denen die auch den Weg in die Stadt gefunden hatten. Er machte sich auf und rkundete auch die nahen Bereiche um die Stadt.. bald fand er sich nahe der Slums auf den festen Verteidigungsmauern der Stadt wieder, blickte hinunter auf den Weg und sie Büsche an seiner Seite.

Was war das? Ein Schmunzeln formte sich um seine Lippen als er den Zwerg den Weg entlang kommen sah. Solch eine Haarpracht war ihm noch nicht untergekommen - fröhlich winkte er hinunter um sich kurzerhand über die Wendeltreppe nach unten zu begeben und sich mit dem Zwerg zusammen auf der Wiese vor dem Tore niederzulassen. Es erwiess sich als günstig ihn zu treffen, denn der Fisch den er verkaufte verwandelte sich auf dem Feuer zu einer schmackhaften Mahlzeit und bald gesellten sich auch andere zu den Beiden.

Vor allem der Anblick einer jungen Dame lies Andrie die Zweifel an der Richtigkeit der Reise vergessen. Schöne Frauen gab es in Tiefwasser auch, aber dennoch, er vergaß die Sorgen und schon bald saß man zu viert vor der Stadt und erzählte. Einzig gestört durch einen scheinbar durch Rauschtabak gestörten Bauern, bei dem Gedanken fährt ein Grinsen in Andries Gesicht, erzählte er von seinem Traum... und auch wenn niemand lauthals lachte, so fand sich doch ein Schmunzeln auf manch Gesicht.

Der Zwerg erzählte von einem Lavafall in der Nähe, und alleine der Anblick der sich in Andries Gedanken bildete drang ihn dazu, sich ihn anzusehen. So ging die kleine Gruppe los und schon bald erreichte man, nach anstrengendem Klettern und schwindelereggender Höhe einer Schlucht, den Lavafluss. Der Gestank von Schwefel brannte sich in seine Nase und die Hitze der Glut liess ihn Schwitzen. In der Nähe des Flusses liegt die Mine der Stadt... zwei unglückliche Arbeiter berichteten über das große Unheil.. und machten Andrie neugierig. Man beschloss sich die Mine anzusehen, doch schon nach kurzer Zeit in den engen Mauern musste er raus, raus an die Luft, an die Freiheit. So ging er allein zurück in die Stadt, in die Unterkunft und legte sich zum Schlaf..... schlafen.. und, wie fast jede Nacht seit diesem Erlebnis, wiederholte sich der Traum...

"Geh nach Osten Andrie, Geh nach Osten und Rette das Kind!"
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