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 Die Theatergruppe - Beladra Galenn von Unbekannt

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Die Theatergruppe - Beladra Galenn von Unbekannt Empty
BeitragThema: Die Theatergruppe - Beladra Galenn von Unbekannt   Die Theatergruppe - Beladra Galenn von Unbekannt EmptySa Feb 27, 2010 11:43 am

[vielleicht finden sich hier einige, die Interesse daran hätten, eine Theatergruppe zu gründen. Ich werde hier mal den Anfang machen und hoffen, dass die Idee, die schon einmal vor einiger Zeit in Dippelsbrach angesprochen wurde, somit aufgearbeitet und umgesetzt werden kann]


Beladra Galenn hatte nur ein großes Bündel bei sich, als sie das kleine Dorf betrat. Bevor sie sich ein Lager suchen würde, würde sie sich noch ein wenig umsehen müssen. Würde sie hier finden, was sie ersehnte? Beladra ignorierte die Blicke der Menschen, die an ihr zu haften schienen. Langsam drehten sie ihre Köpfe mit, als sie vorüberschritt. Im Augenwinkel konnte sie erkennen, wie bereits wildes Getuschel im Gange war. Sie musste sich ein lautes Seufzen verkneifen.
Den Beutel über die Schulter geschwungen schritt sie weiter voran. „Das muss also die Taverne sein“ ging ihr durch den Kopf, als sie die Männer beäugte, die in diesem Augenblick einen Krug Bier in sich hineingossen. Sie musste leicht schmunzeln, als sie ihre Köpfe nach ihr verdrehten. Unbeeindruckt schritt Beladra weiter.

Sie blieb an den Fenstern eines leerstehenden Ladens stehen und versuchte hineinzuspähen. Die schmutzigen, verrußten Fenster schienen Ihr jedoch keinen Durchblick zu gewähren. Beladra nahm ein Stück Stoff aus ihrem Beutel und rubbelte damit an der Scheibe. Eine kleine Fläche, durch die sie nun das Innere des Schauraumes betrachten konnte, tat sich ihr auf.
Die grün-braunen Augen blickten suchend umher. „Das gefällt mir ganz gut“ sprach sie leise aus, an sich selbst gerichtet. Etwas fragend blickte sie sich um. „Hoffentlich habe ich hier etwas Glück“ seufzte sie und ging einige Schritte zurück. Das flache Häuschen durfte einst von einem Schild über dem Eingang geziert worden sein, doch nun waren nur mehr Reste des morschen, abbröckelnden Holzes vorhanden.

Beladra kniff ihre Augen zusammen und malte sich in ihren Gedanken die neue Erscheinung dieses Ladens aus. Dann nickte sie zufrieden. „Dies eine Mal, ein wenig Glück und Gold, und alles wird so sein, wie ich es wünsche.“ Sie verzog die Mundwinkel leicht. Wie oft hatte sie sich schon diesen Satz vorgesagt. Wie oft, war sie schon zu kleinen unbekannten Dörfern gezogen, um dort ein neues Leben anzufangen. Wie oft hatte man sie schon verspottet und ihre Kunst nicht als diese anerkannt. Mit der flachen Hand strich sie sich die rotbraunen Strähnen aus dem Gesicht und wandte sich dem zu, was wohl den Marktplatz darstellen konnte.

Schon von weitem erblickte Beladra die Händler, die ihre Waren anpriesen. Der Geruch von stinkendem Fisch stieg ihr in die Nase. Der Metzger hatte gerade frische Würste aufgelegt und eine Bäurin bot frische Kuhmilch an. „Den Leuten hier scheint es verhältnismäßig gut zu gehen.“ Versuchte sie ein Gespräch zu beginnen, als sie sich an den Wagen der Bauersfrau stellte. Diese musterte sie kurz von oben bis unten bis ihr Blick auf dem tiefen Ausschnitt des Kleides hängen blieb. „Seid Ihr denn hier, um die Sünde in die Stadt zu bringen und den Geist unserer Männer zu verderben?“ Kam der Vorwurf sogleich. Beladra verdrehte die Augen und setzte ihren Weg fort, ohne zu antworten.

Da erblickte sie endlich, wonach sie gesucht hatte. Eine große Nachrichtenwand baute sich vor ihr auf. „Kann ich Euch helfen?“ bot der Schreiber freundlich an. Beladra lächelte andeutungsweise und reichte ihm ein Stück Papier. „Sehr gerne, wenn Ihr mir hier den Namen des Besitzers des leerstehenden Ladens anführen wollt.“ Ihre Hand deutete in die Richtung, aus der sie gekommen war. Er grinste sichtlich erfreut und musterte sie mit seinen tiefblauen Augen. Dann nahm er langsam die Feder in die Hand und begann ihr etwas mit geschwungenen Buchstaben aufzuschreiben. Beladra danke ihm als sie den Zettel wieder erhielt und nahm ein Päckchen aus ihrem Beutel. Sie schlug den Stoff vorsichtig zur Seite und gab den Blick somit auf viele Pergamente frei. Mit ihren zarten Händen nahm sie eines davon auf und legte es beiseite.

Der Schreiber blickte etwas verblüfft auf sie, als er erkannte, dass wohl auf den restlichen Papieren die exakt gleichen Worte zu lesen waren. Geschwind verstaute Beladra das Paket. Ein letztes Mal überflog sie das Geschriebene auf ihrer Nachricht, wie sie es in jeder Ortschaft getan hatte, die sie bisher aufgesucht hatte, dann brachte sie sie an der Tafel an. Ohne sich noch einmal umzudrehen wandte sie die junge Frau ab und schritt fort, wohl um sich ein Lager zu suchen.

Der Schreiber jedoch trat sofort an das Nachrichtenbrett heran und las die Notiz dieser seltsamen Frau, die wohl neu im Dorfe angekommen sein musste.

„Diejenigen, die sich als mehr oder weniger gute Schauspieler verstehen, um in einem Theater ihre Künste Preis zu geben, mögen Beladra Galenn hier eine Nachricht hinterlassen. Bitte um Vermerk bezüglich eines Treffens.“

Langsam geht Beladra dem Nachrichtenbrett entgegen. Nur wenige Botschaften wurden für sie hinterlassen und davon noch weniger, deren Absichten ernst scheinen. Ein leises Seufzen huscht über ihre Lippen als sie die Zettel entseckt, ihre Nachricht jedoch hängen lässt.

Die Zeit verstreicht nur langsam, wenn man sie mit warten verbringt. Die Nächte scheinen unendlich lange zu sein und die Tage noch länger. So nimmt man sich einige Momente, um die Welt für sich neu zu entdecken.

Ich weiß nicht wieviele Stunden ich schon diese Melodie summe. Sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf, seit ich sie zum ersten mal in der Taverne gehört habe. Ein wunderbarer Harfenklang und die liebliche Stimme dieser Frau.

Was ich auch mache, schweifen meine Gedanken immer wieder zum Nachrichtenbrett auf dem Marktplatz. Doch ich kann nicht zwei Mal in der Stunde sehen, ob mir jemand eine Botschaft hinterlassen hat.
Nun ist wohl kein guter Zeitpunkt um an meinem Gedicht weiterzuschreiben. Ich will meine Stimmung nicht einfließen lassen und es dadurch verderben.

Was Markus wohl gerade macht? Er wird bestimmt bei einem Handwerker sein ....

So viele Eindrücke, so viel Schönheit ....

[bimg]http://members.liwest.at/psychos/porthaven.jpg[/bimg]


und doch auch so viel Leid und Elend in diesen Slums. Wie kann eine Stadt all dies vereinen? Wie kommt es, dass dies nichts Besonderes darstellt? Sind die Menschen hier bereit dafür? Bereit für meine Ideen?

Ich sehe Trostlosigkeit von verzweifelten Menschen und auch Leere.

[bimg]http://members.liwest.at/psychos/porthaven2.jpg[/bimg]

Lasst mich sie ihnen nehmen. Lliira, gib mir diese Chance.
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BeitragThema: Re: Die Theatergruppe - Beladra Galenn von Unbekannt   Die Theatergruppe - Beladra Galenn von Unbekannt EmptySa Feb 27, 2010 11:44 am

Räkelnd und streckend begrüßt er die Sonne, immernoch wanken seine Beine als er den Seelenverkäufer verläßt und den rettenden Kai betritt.
Ich grüße dich Port Haven, gar finde ich mein Glück hier hinter deinen Mauern werden seine ironischen Worte vom salzigen Wind getragen.
Seine Hände gleiten, den Stoff streifend gen Jackentasche, wobei die letzten Knitter sich glätten.
Wo haben wir euch denn ? Die Finger tapseln suchend , als sie denn etwas ertasten und greifen.
Die müden und trägen Augen fixieren die Worte auf den vergilbten Zettel.
Beladra Galenn, soso, ich denkt also......Beladra Galenn schmunzelnd und amüsierend wiederholt er den Namen.
Nun denn, dann werde ich euch mal suchen, Beladra Galenn...

__________

Von Smilp
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