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 Vindur Winterwolf -Anmeldung- von Kenowan

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Anmeldedatum : 25.02.10

Vindur Winterwolf -Anmeldung- von Kenowan Empty
BeitragThema: Vindur Winterwolf -Anmeldung- von Kenowan   Vindur Winterwolf -Anmeldung- von Kenowan EmptySa Feb 27, 2010 11:49 am

Account: Mephisto123
Char: Vindur Winterwolf
Klasse: Druide
Gesinnung: Neutral gut
Gottheit: Silvanus


Die Schatten der Nacht umwoben den Wald und seine Bewohner und nur der Mond schien diese Schatten, soweit sie sich seinem hellen Schein zu entziehen vermochten, Einhalt zu gebieten. Ein warmer Wind bließ sich durch die im Rhythmus wiegende Blätterpracht und wollte man dem leisen Gesang des nächtlichen Waldes glauben, so versprach es eine gewöhnliche Sommernacht zu werden. Einzig das plötzliche Aufheulen eines Wolfes schien diese Idylle für einen Augenblick zu durchbrechen, fügte sich aber auf seine Weise in das Spiel der Nacht und des Waldes ein.

Ein blauer Schein erschien am Rande dieses Waldes und schien sich diesem in seinem geheimnisvollen Schimmer zu nähern. Das Knacken von Zweigen war zu vernehmen und ein leicht moosiger Geruch umhüllte die Gestalt, die einem scheinbar unsichtbaren Pfad zu folgen schien. Der Wald schien sich um diesen Eindringlich wenig zu kümmern, zu sehr war er in seinem Spiel mit der Nacht vertieft, als dass er seine Aufmerksamkeit einem Wanderer zukommen lassen konnte. Und so setzte die Gestalt im Schatten der Nacht ihren Weg unbeirrt fort bis sie zu einer von Eichen umringten Lichtung kam. Die Gestalt hielt inne und begann ganz im Rhytmus des Rauschens der Blätter seine Stimme summend zu erheben. Sein Summen wob sich ein in das Geflecht der Melodie von Blättern und Wind und wurde so zu einer dritten tragenden Säule des Spiels.

Scheinbar geweckt durch diese Dritte, sich nun in des Geschehen einmischenden Kraft, erhob sich die Stimme des Waldes. Einem Ächzen und Räuspern gleich knarrten und zurrten die Äste der alten Eichen die die Gestalt im Kreise der Lichtung umgaben. Ihre Äste schienen sich Armen gleich schützend um die Gestalt zu ringen als wollten sie diese schützen oder gar hinfort tragen.
Da erhellte sich der blaue Schimmer der die Gestalt umgab und verschwand kurz darauf im Schatten der Nacht. Das Ächzen und Knarzen verstummte. Der Wald schien sich wieder seinem Spiel mit der Nacht zu widmen, wie er es für gewöhnlich in einer warmen Sommernacht zu pflegen gedachte

In der gleichen Nacht hatten sich einige alte, womöglich weise Männer andern Ortes zusammengefunden. Um einen scheinbar moosigen kleineren See herum mitten im Wald hatten sie sich in weißen oder meist nur noch gräulich schimmerndern Roben versammelt. Neben ein jedem der acht Gestalten lag eine reichlich mit Gaben des Waldes verziertes Gewand. An einem fanden sich besonders viele prächtige Federn, ein anderes war von Blättern verschiedenster Art umzogen. Jedoch ein Bündel lag noch alleine an seinem Platz. Nicht nur, dass dieses Gewand scheinbar eines weißen Felles ähnlich schien und thronend mit einem Wolfskopf seinen Abschluß fand. Nein, ebenso der Platz der neben diesem Bündel frei zu sein schien, war zugleich auch die Stelle im Kreis der Alten, der eben diesen Zirkel unvollendet erscheinen ließ. Wartend aber keineswegs ungeduldig stimmten sie mit einem Summen den Gesang des Waldes an und ihre Stimmen vereinten sich mit dem Rauschen der Blätter und dem Spiel des Windes. Einzig das plötzliche Aufheulen eines Wolfes schien diese Idylle für einen Augenblick zu durchbrechen, fügte sich aber dann auf seine Weise in das Spiel der Männer und des Waldes ein.

Der Mond erreichte unterdessen seinen Höhepunkt am Himmel und verschwand hinter dem Zuge einiger Wolken, die scheinbar von einer anderen Macht bewegt danach trachteten das Spiel des Waldes und der Nacht zu unterbinden.
In diesem Augenblick der Dunkelheit erhellte ein blauer Schein den Kreis der Weisen und die Gestalt, die in seinem Schimmer herannahte suchte alsbald ihren Platz an der letzten freien Stelle und ohne große Beachtung der anderen stimmte sie in den Gesang der übrigen ein.

Die Nacht vertrieb die Wolken und der helle Schein des Mondes traf den Kreis der Weisen um den See herum. Der Gesang änderte seinen Ton und aus dem Einklang mit den Geistern des Waldes entwickelte sich eine Dynamik, die immer rhythmischer wurde, ohne aber zugleich den Rhythmus des Waldes zu verlassen. Die neun Weisen entledigten sich ihrer Roben und stiegen langsam und zugleich, ohne dabei ein den Gesang störendes Geräusch zu verursachen, in den See.

Der Gesang verstummte. Die Gestalten falteten im fahlen Mondlicht ihre Hände zu einer Schale und schöpften mit ihr das kühle Nass um es sogleich über ihr eigenes Haupt zu verteilen. Nur das sachte plätschern und perlen des Wassers störte diese Ruhe.

Wenig später erhoben sich alle wieder aus dem Wasser und wendeten sich ihrem vorher angestammten Platz zu. Dort verharrten sie für eine Weile und schienen bis in ihre innersten Gedanken versunken. Von dieser Versunkenheit nahmen sich auch keinen Abstand als ein jeder nach seinem neben ihm liegenden Bündel griff und und sich sein für ihn bestimmtes Gewand anlegte. Einige Zeit verstrich wortlos und nur der Wald und die Nacht konnten Anteil nehmen an diesem Ereignis.

Die Gestalt in dem Gewand der farbenprächtigen Federn verneigte sich dem immer noch um den See versammelten Kreis und entfernte sich als erstes aus diesem. Die übrigen folgtem seinem Beispiel und verließen diesen Ort des Wassers.
Unweit dieses Ortes hielten sie alle inne. Eine große, scheinbar unüberwindbar große Eiche erhob sich vor ihnen und als wäre es Teil einer geheimen Absprache so umringten die neun Gestalten den Baum wie sie ebenso zuvor den See umringt hatten. Doch diesmal hielten sie nur kurz inne und setzten sich an ihrer jeweiligen Stelle nieder um ihre Versunkenheit abermals zu zelebrieren.
Einzig die in Federn gehüllte Gestalt blieb stehen und stellte sich hinter dem sitzenden Weisen mit dem Wolfsfell auf. Er griff nach seinem Stab und umzog von dem Sitzenden ausgehend jene verschwörerisch wirkende Gruppe mit einem Kreis. Dabei hielt er in jeder Himmelrichtung inne und beschwor laut murmelnd die Kräfte der Natur. Im Süden rief er nach der Stute, als das Symbol der Erdkräfte. Im Osten preiste er die Stärke des Windes, des Feuers und des stillen Bergsees. Im Norden angekommen verharrte er schweigend und blickte zum Himmel. Erst dann beschwor er die Kraft des Drachens. Im Westen und somit an seinem Platz angekommen rief er ein letztes Mal die Mächte des Blitzes, der Flüße und des ruhenden Berges an, bevor er sich an seinem Platz den anderen gleich hinsetzte. Die anderen Männer blickten auf als sich auch der letzte auf seinem Platz eingefunden hatte. Stille durchfuhr ihre Reihen bevor sie in den Gesang des Eichvaters einstimmten und so zum Höhepunkt ihrer Zeremonie kamen. Von den melodischen Klängen der Männer geleitet stimmte auch der Wald alsbald in dieses Lied ein und scheinbar vergessen war sein Spiel mit der Nacht zuvor. Alles konzentrierte sich nun auf die Rufung der Kräfte ihres Gottes. Und selbst einem den Sitten unerfahrenen Beobachter hätte dieses Treiben einen Schauer über den Rücken gejagd.

Viel Zeit war vergangen seit das Lied des Eichvaters angestimmt wurde, um so überaschender kam sein Ende als der Weise in dem Federnkleid seine Stimme erhob: "Nun liebe Brüder, nachdem wir uns der Anwesenheit unseres aller Vater glücklich schätzen können, möchte ich die Schicksalhafte Frage, die uns alle hierher besonnen hat beraten wissen."
Stille kehrte ein. Alle Gestalten verharrten in der Ihnen zuvor bekannten Ruhe.
"Nun" erhob der Weise abermals sein Wort "dann sind wir uns einig?" Sein Blick streifte alle Anwesenden für einen kurzen Augenblick. Dann aber blieb sein Blick bei der Gestalt in dem weissen Wolfsfell ruhen. "Ihr wisst was dies für euch bedeutet, nicht wahr?" Ein kurzes Nicken folgte. "Nun gut" fuhr der Weise fort "dann ist es beschlossen, sollte der Eichvater keine Einwände erheben" Sein Blick wandte sich der großen Eiche zu. Ein angenehmes Rauschen des Waldes war zu vernehmen.
"Nun denn Vindur Winterwolf" seine Stimme klang ernst, beinahe bitterlich "dann werdet ihr diese Reise antreten müssen" Die Getalt in dem Wolfsfell senkte ihr Haupt und ein flüsterndes "So sei es denn" waren die einzigen Worte die seinem Mund entkamen.
Nachdem diese Worte verflogen waren erhoben sich alle neun Gestalten und stimmten ein letztes Mal das Lied des Eichvaters an und mit einem Windstoß, der mit ungeheurer Wucht durch den Wald zu fliegen schien beendete dieses nächtliche Zirkel sein Zusammentreffen.
Gebeugt von der Aufgabe, die ihm übertragen worden war erhob sich Vindur und entledigte sich seines Gewandes um alsbald seine alte Robe überzustreifen. Als er seinen knorrigen Wanderstab ergriff begann dieser wieder seinen bläulichen Schimmer zu verbreiten. Und während der Wald wieder sein Spiel mit Nacht aufnahm wanderte ein bläulicher Schimmer unter seinem Schutze hinfort von diesem Ort an Orte, die es noch nie zuvor erleuchtet hatte.
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