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 Augen der Unschuld von Scarlet_deMarco

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BeitragThema: Augen der Unschuld von Scarlet_deMarco   Augen der Unschuld von Scarlet_deMarco EmptySa Feb 27, 2010 11:50 am

...aus meiner feder für euch von mir, kritiken erwünscht *nimmt sich als einen stift um verfasser schlechter kritiken zu notieren*

Augen der Unschuld

Nacht, Nebel zieht umher und taucht diesen Weg am Waldesrand in ein unwirkliches Bild.
Von weitem ist das galoppieren vieler Pferdehufe zu hören. Wie eilig auf der Flucht vor etwas preschen die Pferde heran.

Ein Wagen holpert in schneller Fahrt über den Weg...
Der Kutscher treibt die Pferde immer schneller an, mit lauten Rufen und wild die Zügel schlagend, als sei der leibhaftige hinter ihnen her.
Die Reiter die zum Schutze den Wagen begleiten, haben Mühe sich auf den Pferden zu halten.
Immer wieder schauen sie über ihre Schulter, ins dunkel der Nacht, in einen dichten Nebel.
Der Wegesrand mit seinen bäumen und Büschen huscht an der Kutsche vorbei. Voller Angst und krampfhaft versuchend sich festzuhalten, wird die Frau im Wagen durchgeschüttelt.
Als der Wagen in eine Kurve einfährt, taucht mitten des Weges ein Stein aus der Dunkelheit auf.
Zu spät den Wagen daran vorbei zu lenken, schreit der Kutscher auf wohl wissend was folgen wird.
Mit einem Ohren betäubenden Krachen schlägt eins der Wagenräder auf den doch recht großen Stein auf. Der Wagen erhebt sich aufbäumend mehrere Fuss in die Luft, während krächzendes und splitterndes Holz nichts gutes verheisst. Das Gespann löst sich beim aufsetzen und den Kutscher reisst es mit einer unvorstellbaren Wucht vom Bock und schleudert seinen Leib die Böschung hinab, auf einen Baum. Krachend zerbirst es den Wagen vollends als er aus der Kurve in den Wald prescht.
Pferdehufe und hektisch lautes Rufen unterbricht die kurzweilige Stille, als die Reiter sich den Überresten der Kutsche nähern...
Sichtlich voller Angst und mit raschen Bewegungen nähern sich die Wachen der Kutsche, oder was davon übriggeblieben ist ...
„gnädige Frau.. gnädige Frau“ tönt es von einer der Wachen.. Eine andere Wache ruft „ ... der Kutscher ist tot .. beeilt euch .. schnell“
Eine der Wachen klettert in den Wagen als ausserhalb der kutsche plötzlich ein dumpfer Schlag erklingt. Der Mark erschütternde Schrei der folgt, lässt keinen Zweifel daran, dass eine der Wachen wohl etwas bösen zum Opfer gefallen ist.
Panisch vor Angst ergreift die Wache das Handgelenk der Frau. Als diese mühevoll ihren Augen öffnet, blickt sie in das Angesicht der Wache, deren Blick von Angst gezeichnet nichts gutes verheisst.
Der doch recht harte Griff, mit der die Wache das Handgelenk ergriff löst sich mit einem zucken. Ein krachen und ein leises innerliches aufschreien, dass seinem Gesichtsausdruck folgt, lässt sie vor Schreck erstarren. Die Wache wird ruckartig aus dem Wagen geschleudert, während das Blut der Wache wie warmer Regen in das Gesicht der Frau tropft.
Zitternd und starr vor Angst, blickt sich durch die Überreste des Wagens gehn Himmel, ins dunkel, durchzogen von Nebel, in einen Nebel der das böse beherbergt.
Mit lauten Krachen, von berstenden Holz zersplittert die Seitenwand der Kutsche und eröffnet den Blick auf eine Gestalt, mitten im Dunkel, umwoben von Nebel. Das zittern und die Angst ebnet ab, als sie mit ihren Gedanken die Gestalt erfasst...
Langsam und mit fast gleitender Bewegung kommt diese Gestalt näher. Eine Ruhe ausstrahlend beugt sie sich zu der Frau hinunter, das blasse Gesicht gezeichnet von Blut und mit strahlenden
funkelnden Augen nähert sich dem Ihren...
Ruhig erhebt sich ein flüstern dieser Gestalt. „Fürchte Dich nicht, Dein Schmerz findet nun ein Ende“
Wortlos lauscht die Frau den Worten dieser Kreatur. „Für Euch die Erlösung, für uns Euer Kind“ ... mit einem beruhigenden lächeln blickt die Gestalt auf den Bauch der Frau und streicht sanft darüber... während sein Blick zu ihrem Hals wandert und sein Gesicht die Lust eines besessenen spiegelt, kommt über die Lippen der Frau nur ein leises ängstliches „nein .... nein, nicht mein Kind“ ...doch ihre Worte verstummen in einem schmerzvollen Schrei...


Das krachen splitternder Knochen unterbricht diesen zeitlosen Augenblick, die Gestalt wird mit einer grossen Wucht zurückgeschleudert, also sie auf den lockeren Waldboden aufschlägt, sackt sie in sich zusammen, ganz so also hätte sie sich in im Nebel aufgelöst.
Die Umrissen einer Wache erscheinen aus dem nichts herraus. Fast besinnungslos bemerkt die Frau wie sie aus den Trümmern der Kutsche gezerrt wird. Die wache trägt die Frau mit eiligen schritten die Böschung hinauf und wuchtet sie, recht unsanft auf eines der Pferde ...

Die Lichter üben keine große beruhigende Wirkung auf die Wache aus. Im vollen Galopp nähert er sich der Stadt. Die Hufe sind von weitem zu hören und die Torwachen stehen mit erhobener Waffe bereit, das aufzuhalten was dort kommen mag. Doch die rufenden Worte die von diesem Reiter ausgehen, halten die Wachen davon ab sich dem Reiter entgegen zu stellen... „aus dem Weg... die Komtesse ist verwundet.. aus dem Weg... „
Das laute Klopfen der Hufe, als diese in den Hof galoppieren, weckt die Bewohner. Fackeln werden entzündet und einige Leute nähern sich, als der Reiter mit der Komtesse vor dem Aufgang das Pferd zügelt und vom Pferd abspringt. Geschwind schultert er die Komtesse und eilt die Stufen hinauf, unter lauten Rufen nach Hilfe.
Türen werden aufgeschlagen und der Herr des Anwesens läuft hektisch auf den Reiter zu, der die Komtesse soeben auf den Tisch legt. „Was ist geschehen ?“
Ausser Atem und sichtlich erschöpft wendet sich der Reiter an den Herrn. „Wir wurden überfallen, jedoch nicht von gewöhnlichen Dieben.“
Rasch wendet sich der Herr dem regungslosen Körper der Komtesse zu „Schnell, wo ist mein Kleriker ...holt ihn“ ..der blutverschmierte Körper der Komtesse verheisst nichts Gutes.
Blut fliesst aus vielen Wunden und tropft mittlerweile vom Tisch zu Boden. Die Worte des Herrn sind noch nicht verschallt, als ein Mann in einem Magiergewand den Raum betritt. Als er den Körper auf dem Tisch erblickt, eilt er rasch zu diesem.
Mit seinen Händen und Augen ertastet der Kleriker die wunden der Frau, während der Herr mit lauten und aufgebrachten Worten nach Erklärungen verlangt.
„Wie konnte dies geschehen ? ... sagt wache, was ist genau geschehen, wer ist für diese tat verantwortlich ?“
„Mein Herr. „ die Wache senkt den Blick, sein Aussehen zeugt vom Kampfe. Blut an Händen und Kleidung lassen den Blick der Anwesenden erschaudern.
„Wir wurden angegriffen, von Etwas... „ er stockt und lässt den Blick kurz schweifen...
„ von Etwas sehr mächtigen, mein Herr. „ sein Blick wendet sich direkt in die Augen des Herrn. „ ... es waren Diener der Toten“
Lautes Getuschel und Raunen geht durch die kleine Menge der Leute. Der Herr wendet sich dem Körper der Komtesse zu, ergreift ihre Hand und lässt den Blick über deren Wunden streifen.
„Kleriker, sagt daß Ihr helfen könnt .. sagt es ... „ Der Kleriker, immer noch die Wunden ertastend, wirft den Herrn einen betrübten Blick zu, als plötzlich ein leicht hustendes Röcheln aus der Kehle der Komtesse ertönt ... leise Worte entrinnen ihrer Kehle.“..nicht mein Kind, nicht mein Kind“
...sie verstummt. Der Kleriker erblickt unter den vielen Wunden und Blut zwei kleine Wunden am Hals. Abrupt hält er inne... wendet sich dem Herrn zu und drängt diesen einige Schritte von der Komtesse weg. „Mein Herr, dies waren keine normalen Diener der Untoten“
Der Blick des Klerikers verfinstert sich sichtlich. Sein Blick wendet sich den Anwesenden zu und mit lauten Worten drängt er diese aus dem Raum „Raus mit Euch.. raus, alle raus“
Als die Türen geschlossen werden und nur noch sehr wenige vertraute des Herrn anwesend sind, wendet sich der Kleriker erneut dem Herrn zu.
„Es waren wohl Vampire mein Herr“ ...der laute Schrei des Herrn durchschnitt die Dunkelheit dieser Nacht, sie war voller Schmerz.
„Ist sie, tot?“ ...“Im gewissen Sinne, ja mein Herr“ ... der Kleriker wendet sich dem Körper der Komtesse zu, ganz schwach kann er den Atem dieser spüren. „Es gibt keine Hilfe für sie... „



Von Schmerz und Wut gezeichnet schreitet der Herr im Zimmer umher...
„Was ist mit meinem Kind?“ ..Erschrocken blickt der Kleriker zu dem Herrn „Mit dem Kind ?“
„Ja, mit meinem Kind, könnt Ihr dieses retten ? ..sprecht schon...“
... „Aber mein Herr.“ Der Kleriker wirkt sichtlich entgeistert und wendet sich dem Herrn zu....
„Ihr könnt so etwas nicht verlangen...“ noch bevor der Kleriker zu Ende sprechen kann, fällt ihm
der Herr ins Wort ..“Ich verlange von euch das ihr es versucht ... rettet mein Kind ... ich befehle es Euch, rettet mein Kind“ ... die Worte erklingen mit einem bösen und mächtigen Unterton, so dass der Kleriker es nicht wagen würde dagegen anzusprechen. Regungslos steht der Kleriker im Raum, während der Herr mit den Worten „Macht es, sonst werdet ihr der Nächste sein...“ den Raum verlässt. Krachend schlägt die Tür hinter ihm zu.
Der Kleriker, mit fassungslosen Blick, wendet sich langsam dem Körper der Komtesse zu. Sein Blick schweift über ihren Bauch der sichtbar davon zeugt, dass sie in wenigen Tagen ein Kind zur Welt bringen sollte.
Mit wenigen Worten weisst er die letzen Anwesenden dazu auf, heisses Wasser, Tücher und 3 Mägde zu ihm zu schicken... während diese den Raum verlassen, zückt der Kleriker ein Dolch aus dem Umhang und spricht ehrfurchtsvoll und mit einem ängstlichen Unterton.
„Mögen die Götter diese Tat verzeihen...“

Wenige Minuten später erklingt ein unheilvolles Säuglingsgeschrei durch das Gemäuer.

Ganze 16 Sommer und Winter ziehen durch das Land. Fast vergessen sind die Geschehnisse der damaligen Tage.

Ruhig, fast gemächlich holpert die Kutsche über die recht unwegsame Strasse. Ein verwittertes Schild gibt das Ziel der Strasse an... „Kloster Sengau“
Es ist ein nebliger Herbstmorgen. Die Sonne steht noch tief, als die Kutsche vor dem Tor des Klosters hält. Der Kutscher springt vom Kutschbock, schreitet um die Kutsche und öffnet die Türe der Kutsche.
„Wir sind angekommen, wartet, ich helfe Euch“ ... Der Kutscher streckt den Arm in die Kutsche. Langsam, an den Arm geklammert entsteigt ein alter Mann der Kutsche. Sein graues langes Haar wirkt zerzaust, seine Kleidung, die eines Kleriker wirkt etwas armselig.
Geführt vom Kutscher schreiten sie vor das Tor. Eine Tür öffnet sich und ein Mönch erscheint in selbiger...„Man erwartet euch schon“. Ruhig und mit langsamen Schritten wird der alte Mann nun von einem Mönch in das Kloster geführt. Der Boden ist sandig, Staub liegt in der Luft, der wirkungsvoll von der Sonne reflektiert wird.
Beide schreiten einen Gang entlang, gefolgt von etlichen Blicken der arbeitenden Mönche.
Nach einigen stillen Minuten erreichen Beide einen Raum. Der alte Mann wird zu einem Sessel geführt, auf dem er sich wortlos niederlässt. Das schließen einer Tür ist zu vernehmen.
„Seid willkommen Kleriker“ ... der alte Kleriker nickt leicht und erhebt seinen Blick in die Richtung aus der die Worte kamen, doch sein blick greift ins Leere. Seine Augen, grau wie der Nebel am Morgen zeugen von seiner Blindheit.
Die selbe Stimme, aus einer anderen Richtung, verheisst dass sich der Mann im Raum bewegt...
„Ihr wisst warum ich Euch habe kommen lassen ... „ Der Kleriker nickt abermals und erwidert mit rauer Stimme „Ja, so schmerzlich wie es auch sein mag, es muss ein Ende finden, jetzt nachdem
der alte Herr sein Leben lies“ ... Der Abt schreitet nervös umher, den blick gesenkt „Wir haben sie nun seit 16 Jahren in unserer Obhut, doch es wird immer schwieriger sie zu... „ Zögerlich sind seine worte, ängstlich und mit bedacht gewählt. „ ...bändigen“.
„Lasst mich ein letztes Mal mit ihr reden. Sie soll wissen was mit ihr geschehen ist, damit ihre arme Seele Frieden findet mag“. Mit diesen Worten klammert sich der alte Kleriker an der Lehne des Sessel fest und versucht sich aufzurichten.
„Wartet, ich lasse Euch zu ihr bringen...“ Die Türe wird geöffnet... und leise Worte durchdringen den Raum. „Bringt ihn zu ihr“

Der Gang führt viele Stufen hinab, alte Türen werden geöffnet und wieder verschlossen, Schritte über feucht nassen Boden sind zu vernehmen. „Wir sind da alter Mann.“
Gestützt von zwei Mönchen, richtet der alte Kleriker die Worte grade aus.. wohl wissend das vor ihm die zelle liegt, in der sie seit Jahren eingesperrt vor sich hin vegetiert.
„Hört ihr mich ?“ Seine Worte klingen unbeholfen, getränkt mit dem Wissen, dass dies das letzte Gespräch mit ihr ist.
Ein rascheln ist zu hören, schritte die durch Stroh schreiten und vor Ihm dann verstummen.
Eine helle, junge Stimme in der sehr viel Ruhe und Charisma liegt antwortet „Wie könnte ich eure Worte überhören, wo Worte, die an mich gerichtet so rar geworden sind.“
„Hört mir zu was ich zu erzählen habe, es wird vielleicht einige eurer fragen beantworten die ihr euch schon so lange stellt...“ Die Augen des Kleriker, zwar nicht sehend, aber trotzdem der Gefühle erlegen zeigen Tränen.
„ ..ich erzähle euch von euer Geburt, von eurer Mutter und von dem was euch vor vielen jahren wiederfahren ist“
Die junge Frau steht in ihrer Zelle, die Hände am Gitter geklammert, den Kopf auf die Eisenstäbe gepresst, wartend auf Antworten die sie schon viele Jahre innerlich quälten.
„Es war vor 16 Jahren... ihr wart noch nicht geboren, eure Mutter war auf der Heimreise als bei Nacht und Nebel das Böse nach euch greifen wollte..“ so erzählt der alte Kleriker von den traurigen Ereignissen vergangener Tage und mit jedem weiteren Wort rinnen mehr Tränen über die Wangen des Mädchens.
Sie versteht jedes der worte die der alte mann spricht, jedoch kreisen ihre Gedanken fern ab dieser Welt.
„ ...Als wir merkten das auch in euren Adern das Blut der Vampire fliesst, liessen wir Euch in sehr jungen Jahren hier in dieses Kloster bringen. Euer Vater hat immer erhofft, dass man Euch helfen könnte und so wurdet ihr nicht gerichtet wie es viele von uns forderten. Ich ahnte es von Anfang an, dass in euren Adern das Böse fliesst, niemand anderes hätte sonst eine so qualvolle Geburt überlebt..“
Der alte Mann zögert kurz mit weitern Worten. „Und nun.. nach dem Tod eures Vaters, sollt auch ihr erlöst werden von eurem dasein... es wird für euch das beste sein...“

„Ihr wollt mich dem Tode übergeben ?“ die Worte klingen gefasst, ruhig, für Jemanden der erfährt dass er sterben solle ungewöhnlich ... „Ihr habt mich hier vieles lehren lassen und mit jedem Tag länger in dieser Gefangenschaft, ahnte ich was ich bin... Ihr hieltet mich im dunkeln, weil das Sonnenlicht mich brannte, Ihr brachtet mir Tiere um meinen Durst nach Blut zu stillen. Und nun wollt ihr das ich sterbe ? “ Die Ausstrahlung mit der ihre Worte über ihre Lippen kommen wird dunkler... sie erklingen mit Hass und Abfälligkeit. „..ihr hättet es nicht soweit kommen lassen dürfen, ihr hättet mich töten sollen als ihr vor 16 jahren die Gelegenheit dazu hattet“
Der alte Kleriker hebt die Hand als wolle er sie unterbrechen, noch immer sind seine Augen getränkt von Tränen als er zu den beiden Mönchen spricht „..bringt mich hinaus.“ Die Mönche, noch immer den alten Kleriker stützend gehen langsamen Schrittes mit ihm den Gang entlang.
„Mögen uns die Götter verzeihen was wir Dir angetan haben.“ Mit diesen Worten durchschreitet der alte Kleriker mit den beiden Mönchen den Türbogen der hinauf führt.
Das Mädchen, immer noch am Gitter stehend, den Kopf an die Eisenstangen gepresst flüstert es leise zu sich selbst... „..ich habe angst vor dem Tod, so wie ihr angst vor mir habt... mögen die Götter euch verzeihen und mir beistehen“
Während der alte Kleriker zu seiner Kutsche gebracht wird, klopft ein Mönch an der Türe des Abtes.
„Ja“.. die Türe wird geöffnet und der Mönch spricht zu dem Abt „Es ist alles vorbereitet,
wir warten auf Euch“
Wortlos nickt der Abt, erhebt sich langsam und schreitet zu Türe.



Wildes schreien ist zu hören als der Abt die Stufen zum Verlies hinab schreitet. Das Schreien von einem Mädchen. Als er den Gang betritt, sieht er wie vier Mönche versuchen das Mädchen mit Stöcken und Seilen zu bändigen. Mit schnellen Schritten eilt er hin bei „Ihr Narren.. raus aus der Zelle...“
Der Abt weist einen der Mönche an sofort hinauf zu eilen und andere Mönche zu Hilfe zu holen.
Das Mädchen wert sich mit allen Kräften, immer wieder stösst sie die Mönche zurück, in ihrem Blick ist fast nichts menschliches mehr zu erkennen, nur noch Schmerz, Wut und Angst.
„Verlasst sofort die Zelle“ Laut und zornig ist die stimme des Abtes. Doch seine Anweisung kommt wohl zu späht, grade als der letzte Mönch die Zelle verlassen will, stürmt das Mädchen auf die Tür zu. Mit voller Wucht kracht die Zellen Tür auf und schleudert einen der Mönche an die gegenüberliegende Wand.
Geschmeidig und schnell, ja fast gleitend stürzt sich das Mädchen auf einen der verbleibenden beiden Mönche und stürzt ihn zu Boden. Mit einem wirren Blick, der fern aller menschlichen Züge scheint, blickt sie dem Abt entgegen...

Langsam und ruhig rollt die kutsche die Strasse entlang. Der alte Kleriker wirkt apathisch, doch irgendetwas veranlasst ihn dazu die Kutsche anhalten zu lassen. „Kutscher, haltet an... „
Der Wagen hält, der Kutscher blickt seitlich hinunter und gerade als er den alten Kleriker fragen will... erblickt er über dem Wald in recht großer Entfernung ...
„Rauch. Der Wald brennt, es kommt wohl aus der Richtung des Klosters“ ...Als der Kutscher hinunter springt und die Türe der Kutsche öffnet, entgegnet ihm der alte Kleriker „ ...mögen die Götter uns beistehen“

Das erste Mondlicht erscheint über dem Waldrand. Vorsichtig, zögerlich und ängstlich streckt sich eine Hand am Rand der Tür entlang. Bis ein Gesicht vorsichtig an der Türe vorbei schaut, das Gesicht ist mit Russ befleckt, Angst und Tränen in den Augen, so bewegt sich die Gestalt von Schatten zu Schatten über den Hof dem großen Tor entgegen ...

Scarlet de Marco
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