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 Des Nachtfalters Ehre von Navarion

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Des Nachtfalters Ehre von Navarion Empty
BeitragThema: Des Nachtfalters Ehre von Navarion   Des Nachtfalters Ehre von Navarion EmptySa Feb 27, 2010 11:51 am

Mit einem leisen Knarren öffnete sich die Tür zu dem muffigen Kellerraum. Von den oberen Räumen war noch immer das Treiben der Hafentaverne zuhören. In dem Gang den die zierliche Person durchlaufen hatte, versuchten einzelne Lichtstrahlen, die durch die Ritzen der Bohlen traten ihren Kampf gegen die Dunkelheit der Kellers auszutragen. Doch wie die Schatten in einer Neumondnacht, gab die schützende Dunkelheit dem wenigen Licht keine Chance und ließ der zierlichen Person die Sicherheit zu, die sie hier unten suchte. Nach dem Wirt, dessen Kellerraum es war, waren die Ratten die einzigen Lebewesen die die gedrungene Gestalt wahrnahmen. Den Matrosen, die ihren Monatslohn den sie sich mühselig auf den Schiffen der Händler verdienten, war die Person gar nicht aufgefallen. Die Dirnen auf ihren Schößen interessierten sich genauso wenig für die Person, die durch den Schankraum auf leisen Sohlen ging , nur dessen Goldbeutel galt ihre volle Aufmerksamkeit. Sie würden schon einen Weg finden damit der Inhalt dieser Beutel den Besitzer wechseln würde. Einzig ein Mann, der abseits des Trubels an einem Tisch saß interessierte sich für die verhüllte Gestalt. Er blickt kurz in ihre Richtung und senkte dann wieder seinen Blick unter die Kapuze seines Umhangs. Die kleine Handarmbrust auf dem Rücken seines Unterarms trug einen kleinen Bolzen. Nur die Götter allein würden wissen, welch tödliches Gift die Bolzenspitze das ahnungslose Opfer einen qualvollen Tod bescheren würde.
Die Ratten , die schon vor Jahren den Kellerraum zu ihrem neuem Domizil auserkorren hatten, hoben ihre spitzen Köpfe und sahen zu der Person die in der Tür stand und suchten dann das weite und überließen den mittelgroßen Kellerraum dem neuen Besitzer. Diese sprach einige magische Worte und ein dunkelviolettes Licht drang durch den Raum und hüllte den diesen in eine geheimnisvolle Stimmung. Eilig huschten ihre Augen durch den Raum und schauten sich um, dass sich kein Betrunkener sich hier zum Ausschlafen seines Rausches hierher begeben hatte. Die Person betrat den Raum und versuchte möglichst keinen Laut aus dem alten Bohlen zu entlocken. Sie ging um die Tür und griff sich in die lederne Umhängetasche. Sie nahm ein kleines Döschen und öffnete es vorsichtig. Mit Zeige- und Mittelfinger ging sie in das Fett der Dose und umrieb gekonnt die Scharniere der Türe. Wie bei den nächtlichen Ausflügen in die Herrenhäuser der wohlhabenden Händler, sollte auch hier niemand es hören wenn eine Tür geöffnet oder geschlossen wird. Die letzen Fettspuren wurden schnell an der Hose abgewischt und das kleine Behältnis verschwand wieder in der Umhängetasche. Aufmerksam suchten die Augen des Diebes nach einigen Kisten die etwa die gleichen Größen hatten. Die Augen sollten nicht enttäuscht werden und schnell fanden sie ein neues Zuhause in der Mitte des Raums. Die Person griff erneut in die Umhängetasche und ein dunkles Stück Samt verhüllte wenige Minuten später die Kisten. Das Tuch auf den Kisten wurde mit einigen Kerzen und Rauchschallen geschmückt. Um diese Anordnung der Gegenstände wurden noch einige Schallen mit funkelnden Edelsteinen beigestellt und in einer sichereren Routine wurde der provisorische Altartisch fertig geschmückt. Allzu oft musste tätigte der Diebesklerus schon mit seinem Gotteshaus umziehen. Die Grade war stets durch irgendwelche Informationen an den derzeitigen Standort der Kirche des Gott der Diebe erlangt. Zum Glück oder mit zutun seines Gottes gelang bis jetzt immer wieder die Flucht und die Kinder der Nacht fanden einen anderen Unterschlupf für die nächsten Tage oder gar Wochen.
Als der Raum fertig geschmückt war und sich das Kind des Nachtfalters sicher seinen konnte das es nun sich in einem gesegneten Raum aufhielt ließ es erstmals mit einem erleichterten Ausatmen die dunkle Kapuze vom Kopf gleiten und sah sich zufrieden um. „Ja, hier würde die Gemeinschaft der Kinder des Nachtfalters hier einen Gottesdienst abhalten und ihrem Gott für die ertragreichen Nächte der letzten Wochen dankbar dem ihm gebührenden zehnten Teil opfern.“ dachte die junge Frau. Ihr pechschwarzes gelocktes Haar lag sanft auf ihren Schultern. Oft hatten ihre mandelförmigen Augen einen Gardisten auf eine falsche Spur gelockt und so den verdacht von ihr abgelenkt und mit einen zufällig vorbeikommenden ausgetauscht.

tbc.
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