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 Kurzgeschichte von Drayerina1

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Kurzgeschichte von Drayerina1 Empty
BeitragThema: Kurzgeschichte von Drayerina1   Kurzgeschichte von Drayerina1 EmptyDo Feb 25, 2010 11:33 pm

Hat zwar nix mit DB oder so zu tun doch da ich ab und an gerne mal etwas schreibe dachte ich ich könnte es hier mal ins Forum stellen. Kritik ist natürlich erwünscht

Prolog:

Die kälte liess Arons Atem in kleinen, weissen Wölkchen vor seinem Mund kondensieren. Zitternd zog er den Umhang enger um seine Schultern, wobei der halb gefrorene Stoff leise knisterte, und stampfte abwechselnd mit den Füssen auf um etwas Wärme in seinen durchgefrorenen Körper zu bringen. Aron hasste Kälte. Und die Nächte im Eisigen Norden waren besonders Kalt. Sein Blick strefte den grossen Mond, der am Sternenklaren Himmel leuchtete und die verschneiten Ebenen in ein Milchiges licht tauchte. Der Mond war beinahe Voll und es mussten jetzt schon bald vier Wochen her sein seit Aron hier ankam. Und noch immer hatte er sich nicht an die eiskalte Temperaturen gewohnt die hier herrschten und er würde es wohl auch nie.

Aron sehnte sich nach der Wärme seines Zuhauses und fluchte leise über den Umstand das er hier im Auftrag der Stadt Tiefwasser wegen ein paar lächerlichen Überfälle hingeschickt worden war. Als ob sich irgendjemand mit gesundem Menschenverstand für diese armseelige Gegend interessieren würde. In seine Überlegungen vertieft schloss Aron die Augen, und ein wohliges Gefühl der wärme überkam ihn, das ihn beinahe in die einladenden Arme des Schlafes zog. Das angenehme Gefühl wurde jedoch jäh unterbrochen als ihn jemand grob an der Schulter packte und schüttelte.

"Ich dachte ihr Soldaten Tiefwassers seit so diszipliniert, Aron! Auf der Wache einzuschlafen..."

Der grobschlächtige Barbar lächelte ihn spöttisch an und der faulige Atem des über zwei Meter grossen Mannes liess Aron das Gesicht angeekelt verziehen, was jedoch nur das abfällige Grinsen des Hühnen verstärkte. Mit einem wütenden Knurren streifte Aron die Hand an seiner Schulter ab und Blickte dem Barbar herausfordernd ins Gesicht.

"Ich habe nicht geschlafen, Barbar!"

Obwohl Aron ein starker Mann und gut gebaut war, könnte er sich bequem hinter den Breiten Schultern des Barbaren verstecken. Doch er hatte keine angst vor den primitiven Nordmännern. Der Umstand, das sein Gegenüber nur in eine Armfreie Fellrüstung gekleidet war und nicht mal im Ansatz zu freiren schien, spornte seinen Zorn nur noch mehr an.

"Wo sind denn eure Dämonenwesen? Ich bin es Leid meine Zeit mit euren Märchen zu verschwenden!"

Der Ausdruck in den Augen des Barbaren wurde schlagartig ernst als Aron die Wesen ansprach, welche die Barbaren als Dämonisch bezeichneten. Mit einer ausdruckslosen und resignierenden Stimme antwortete er nur:

"Sie werden kommen."

Dann wandte er sich abrupt ab und Aron blieb nichts anderes übrig als seinem Zorn in unflätigen Flüchen Luft zu machen. Morgen würde er zurückreiten und dem Stadtrat berichten das es kein Problem gäbe. Schon in wenigen Tagen würde er wieder an einem wärmenden Kamin sitzen, Wein trinken und der süssen Stimme seiner Frau zuhören. Abermals schloss Aron die Augen und verfiel in einen angenehmen Dämmerzustand...


Nur das kaum wahrnehmbare Knirschen des Schnees war zu hören, als die drei Dutzend in schwarz gekleidete Gestalten Schemen gleich über die verschneite Ebenen schlichen. Nicht mal die nachtaktiven Tiere schreckten auf, so leise war das Vorankommen der kleinen Gruppe, und wäre da nicht ihre Schwarze kleidung gewesen, die sich deutlich vom Schnee abhob, wären sie wohl unsichtbar gewesen. Doch auch so waren sie nur schwer zu erkennen und das wussten sie nur zu gut. Ihre Zeit war gekommen, das Ziel klar und der Ausgang ohne Zweifel. Mit wenigen, knapp bemessenen Handbewegungen Koordinierte eine der Gestallten die annäherung an das Palisadenbewehrte kleine Barbarendorf.

Ob Aron etwas hörte oder aus purem Zufall die auge in dem Momment aufschlug als sich die Dämonen der Palisade näherten wissen wohl nur die Götter, doch sein sechster Sinn, der sich wohl jeder erfahrene Krieger mit den Jahren anneignet schlug Alarm als er die kaum wahrnehmbaren Bewegungen auf der in Dunkelheit liegenden Schneeebene registrierte. Noch bevor er reagieren konnte senkte sich jedoch eine Dunkelheit über ihn, die weitaus tiefer war als die reine Abwesenheit von Licht. Instinktiv liess er sich fallen und spürte gerade noch den luftzug eines Bolzens der über sienen Kopf hinwegschoss, gleichzeitig Schrie er lauthals um das Barbarendorf zu alarmieren. Doch obwohl seine Kehle schmerzte war nichts zu hören...

"Der Zauber ist vollbracht. Kein Geräusch wird zu hören sein." Mit einem Zufriedenen nicken wendete sich die junge Frau von dem Magier ab und zog in einer fliessenden Bewegung ihre beiden Waffen. Das Sternenlicht brach sich auf den perfekt gearbeiteten Klingen, gerade so als würden sie ihre Freude auf das kommende Blutbad ausdrücken. Ohne jeglichen Aufwand bedeinte sie sich ihrer angeborenen Kraft der Levitation und schwebte über die knapp manshohe Palisade aus Holz, direkt in die schwärende, magische Dunkelheit hinein. Das letzte was sie sah waren mehrere ihrer Gefährten die es ihr auf beiden Seiten gleich taten...

Aron rollte sich vom Hölzernen gehweg der Palisade und liess sich fallen. Der geräuschlose Aufprall auf dem Gefrorenen Schnee war zwar schmerzhaft, doch in seiner Panik registrierte er das kaum. Er musste weg von hier, der Rat musste davon erfahren! So schnell er konnte sprang er auf seine Beine und rannte auf den Stall zu in dem sein Pferd untergebracht war. Diese verfluchten narren hatten sowieso keine chance, darum verschwendete er nicht einmal einen Gedanken an die Verlezung des Kodex wegen seiner unehrenhaften Flucht.

Die wenigen Wachen auf der Palisade wurden in sekundenschnelle überwältigt und getötet.Wie eine Welle der vernichtung ströhmten die Angreiffer über die Palisade, alles tötend was ihnen über den Weg lief wetteiferten ihre von Blut überzogenen Klingen die im Mondschein leuchteten mit dem Glanz in ihren roten Augen. Augenblicke später ergoss sich der Schwarm des Todes in das Dorf, drang in Häuser ein und tötete schlafende Männer, Frauen und Kinder, die magische Stille erstickte die Entsetzensschreie derer die Wach waren und das erstaunte Keuchen der Schlafenden zugleich. Nur wenige Augenblicke reichte den Mördern um die Existenz eines kleines Dorfes zu beenden. Und noch bevor das Blut der Toten geronnen war, verschwanden sie wieder in der Dunkelheit.

Der Schweiss stob in Flocken von den Flanken des Pferdes, so sehr trieb Aron sein Schlachtross an. Der Wind peitschte ihm Unzählige feinster Esikristalle ins Gesicht die seine Haut aufrieben und taub werden liess. Und doch würde er noch viele Meilen so weiterreiten, bis sein Pferd zusammenbrechen würde. Khelben hatte recht. Er musste Tiefwasser erreichen.
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