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 Wally Steinschlag : Kein Tageslicht vonDerTempler

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Wally Steinschlag : Kein Tageslicht vonDerTempler Empty
BeitragThema: Wally Steinschlag : Kein Tageslicht vonDerTempler   Wally Steinschlag : Kein Tageslicht vonDerTempler EmptyDo Feb 25, 2010 11:36 pm

Die Nacht hat sich noch kaum verabschiedet, da geht in dem kleinen Häuschen in Mandenthal das Licht an. Das Hell der Kerze, welches den Raum im inneren erleuchtet, mag kaum das Dunkel der Nacht, zu durchbrechen. Hinter dem Fenster kann man ein treiben erkennen, welches darauf schliessen lässt, dass bald was losgehen könnte. Kurze Zeit später ist es soweit. Die Kerze wird ausgeblasen und beim Hauseingang öffnet sich die schwere Eichenholztüre. Die dunkelgraue Kleidung kann nicht verbergen, dass der Mann, welcher eben das Haus verlässt, schon manches Jahr auf seinem Buckel trägt. Sein Gesicht ziert eine wilder Wuchs von Haaren, welche auf alle Seiten abstehen und hinaus schiessen.

In der einen Hand hält er eine Fakel, welche ihm den Weg weisst und in der anderen einen metallenen Pickel. Behutsam schliesst er ab und kontrolliert noch die Sicherheit des Schlosses, bevor er sich auf den Weg macht. Schnellen Schrittes bewegt er sich vorbei an Mers Taverne, über die Holzbrücke, welche den trockenen Weg über den Mandenthaler River sicher stellen soll, an der Handwerker Werkstatt vorbei. Auf Höhe des Lachenden Fuchses, schmatzt er kurz. Seine Gedanken kreisen für kurze Zeit um ein kühles Bier, frisch gezapft von Mers, dem Wirt. Er leckt sich mit der Zunge die Lippen, als würde er den Schaum vom Biere wegwischen wollen.

Auf den Gassen ist kein treiben, nur die Nachtwache, welche Wally freundlich zuwinkt. Ein gut gemeintes „Ohh Herr Steinschlag schon wieder auf den Beinen ?“ und ein kurzes Nicken von Wally, welches es sogleich bestätigt. Nach kurzem Fussmarsch kommt Wally an einen Engpass. Ein angebrachtes Schild macht darauf aufmerksam, dass das betreten der Mine von Mandenthal auf eigene Gefahr ist.. Der schmale Engpass führt zum Eingang einer Höhle. Einer Mine. Der Zutritt wurde sauber und stabil mit besten Holzbalken verbauen und stabilisiert. Eine Mine eben. Doch nicht irgendeine, nein das ist die sagenhafte Mine von Mandenthal. Reichhaltig an Erzen, ist sie Ziel und Begehr so manches Minenarbeiter oder angehenden Schmiedes.

Mit der Fakel voraus, den Eingang ausleuchtend, betritt der Mann die Mine. Dunkelheit umgibt Herrn Steinschlag. Sicheren Schrittes und nur mit dem Licht, welches die Fakel abgibt, schreitet er in die Tiefe Finsterniss hinein. Geradeaus, an der ersten Abbiegung weiter und bei der nächsten hält er sich nach rechts. Dann immer geradeaus. Der Weg, viele male gegangen, führen den Mann an eine Stelle mit einem grossen Gesteinsbrocken. Sachte berührt er den kalten Stein, es scheint als fühle er nach der Seele des Steines. Seine Augen funklen vor Freude und Spannung. Zufrieden und in die Arbeit versunken, bearbeitet er den grossen Felsbrocken. Nicht viel ist zu erkennen, doch was soll es schon ausser Stein und noch mehr Stein zu sehen geben ? Die Mine ist leicht feucht und strahlt kaum wärme aus. Ohne Bewegung würde man hier drinn wohl gefahrlaufen, sich zu unterkühlen. Wieder und immer wieder holt der Mann, mit seinem Pickel aus und schlägt tiefe Furchen in das Gestein. Die Augen scheinen kaum zu blitzeln beim schweren Aufschlag vom Metall auf das Gestein. Immer und immer wieder dieselbe Bewegung. Hin und wieder gibt es kleine Feuerfunken beim Zusammenprall von Eisen auf Stein. Staub sammelt sich in der Lunge von Wally und er gönnt sich einen Schluck vom mitgebrachten Wasser. Ein gurgeln, spülen und runterschlucken und es geht weiter mit der Arbeit.
Dann endlich ein aufblitzen, nach vielen Stunden des Abmühen, Plagen, der Arbeit und der Strapazen, hält er ein Stück bläuchlich wirkendes Erz in der Hand. Er lacht zufrieden, wischt sich den Schweiss von der Stirn. Die Belohnung für die schwere Arbeit ein Stückchen Eisenerz. Er legt das Stück behutsam in eine Tragtasche und macht sich wieder an die Arbeit. Noch viele Stunden, soll er nun hier drinn verbringen, bis er das nächste Stück Metall sein eigen nenen kann. Dann, erst dann, zur später Stund, das Tageslicht nicht zu Gesicht bekommen, die Nacht den Tag wieder eingeholt, kehrt er Heim. Heim zu seinem Häuschen in Mandenthal. Auf das er auch morgen wieder Glück haben mag und etwas Erz finden wird.

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Das von den Frauen so beliebte Vorspiel beim Sex ist unsinnig! Ich hupe ja auch nicht eine Viertelstunde vor der Garage, bevor ich rein fahre!
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