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 Wahrheit Von Lucil

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Wahrheit Von Lucil Empty
BeitragThema: Wahrheit Von Lucil   Wahrheit Von Lucil EmptyFr Feb 26, 2010 7:44 am

Wahrheit

Prolog

Ein Röcheln durchhallte den Wald, viel lauter als es der in schwarz gekleideten Frau lieb war. Sie horchte kurz auf, zog rasch das Langschwert aus dem Hals des leblosen Körpers, der nun in sich zusammensackte. Mit einem blutroten Fetzen wischte sie die Klinge des Schwertes ab. Nachdem sie beide Hände frei hatte, packte sie den Körper und drehte ihn auf den Rücken. Wolken die gerade noch den Mond verdunkelten, zogen weiter und das Gesicht des Opfers wurde plötzlich im Mondlicht sichtbar. Die Augen waren schmerzhaft nach oben verdreht und ein Strom aus Blut floss aus dem Mund der Leiche. Geschockt vom Anblick, wäre die Frau in schwarz fast einen Schritt zurück gesprungen. Einige Zeit später fasste sie sich wieder und fing an die Leiche zu durchsuchen. Das Suchen kam ihr wie eine kleine Ewigkeit vor...

Kapitel 1

Dort wo die große Wüste Anauroch die Herzlande teilt, erhebt eine Bergkette ihre Gipfel zu den Wolken empor. Inmitten dieser Berge, abgeschieden vom Rest Faerûns durch Tausende Meter steil emporragenden Felsens, liegt Evereska, ein fruchtbares und sagenumwobenes Tal. Evereska ist ein elfisches Wort und bedeutet "befestigte Heimat". Der Name kommt nicht von ungefähr, denn dieses Tal beheimatet die größte Siedlung der Mondelfen im Norden Faerûns, vielleicht sogar der gesamten vergessenen Reiche. Seit über 7000 Jahren dient das Tal nun schon als Zufluchtsort für alle Elfen. Durch die Isolation von den übrigen Reichen, ist diese elfische Nation bis heute stark und gefestigt, während der Rest dieses Volkes sich immer mehr aus Faerûn zurückzieht.
Die Unzugänglichkeit der Berge bietet Evereska einen hervorragenden natürlichen Schutz gegen Angriffe. Die wenigen Bergpässe sind gut bewacht und es heißt, die Magie des Elfengottes Corellon Larethian selbst liege auf diesem Ort. Seit Jahrtausenden schon rennen die Horden der Orks und Goblins gegen diese Bergfeste an, doch niemals ist Evereska an den Feind gefallen.
[Quelle: http://home.t-online.de/home/First_Knight/KnightsBG2Kits.html ]

Fünfzig Meter gegenüber dem Haupttor der Stadtmauer, teilte das Gasthaus "Zur Fröhlichen Wache" die Hauptstraße in zwei kleinere Gassenwege auf. Der Wirt wusch, mit einem breiten verträumten Grinsen, die Bierkrüge sauber und starrte sogleich auf den Hintern der Schankmaid, die den Boden wischte. Plötzlich flog im hohen Bogen eine Weinflasche Richtung Ausschank.

Lucil öffnete die Augen, geweckt durch das Geschrei einer wütenden Frau, die ihren Gatten scheinbar an das Eheversprechen erinnerte. Sie drehte sich müde auf die andere Seite und erblickt einen Elf, der links neben ihr im Bett lag. Das Gesicht des Elfen war mit einer senkrechten Narbe auf der linken Wange versehen. Er trug einen kleinen stoppligen Kinnbart und sah damit irgendwie einem typischen Vagabunden ähnlich. Seine geschlossenen Lieder verbargen blaue Augen, die sich gerade schnell zu bewegen schienen. Auf seiner Stirn perlten Schweißtropfen ab. Nachdem sie ihn eine Weile beobachtet hatte, schmiegte sie sich dichter an ihn heran und gab ihn einen Kuss, in der Hoffnung ihn aus seinen bösen Traum zu reißen. Der Kuss tat seine Wirkung und Kerlav Fiel erwachte, langsam legt er seinen rechten Arm um Lucil und zog sie noch näher an sich.
"Hast du gut geschlafen mein Engel", fragte Kerlav flüsternd.
Sie nickte, mit fragendem Blick flüsterte sie: "Was hast du geträumt?"
"Nichts."
"Lügner, sag mir schon was du gesehen hast.", bettelte Lucil: "Oder hast du Geheimnisse vor mir?"
Kerlav wich der Frage aus und liebkoste stattdessen ihre Brüste. Sie gab sich mit dieser Antwort vorerst zufrieden. Zärtlich erwiderte sie Kerlevs Liebe, indem sie ihn über den Rücken streichelte. Die Beiden tauschten innig Küsse miteinander. Getrieben von der Wollust folgten sie kurze Zeit später bereitwillig dem Ruf der Natur.

Während dessen am anderen Ende von Evereska, betrat der Bote den Empfangsraum seines Herrn. Die Tür schloss sich hinter ihm mit einem dumpfen Klacken, links und rechts stand je ein Kerzenhalter. Diese beide spendeten ihm, im sonst dunklen Raum, ein wenig Licht. Er fühlte sich mehr und mehr Unwohl, erst Vorgestern hatte er Gerüchte über das verschwinden seines Vorgängers gehört. Angeblich hatte dieser Bote schlechte Nachrichten überbracht. Der Bote stand wie angewurzelt an der Tür, immer unsicherer werdend überlegte er schon, ob er nicht besser umkehren sollte. Kurz bevor er sich entschließen konnte, erhellte ein Licht zehn Fuß vor ihm eine Person. Die Wand selbst, die hinter der Person stand, schien der Ursprung des eigenartigen gelben Lichts zu sein. Der Bote am Eingang faste wieder Mut und ging auf seinen Herrn zu. Durch das grelle gelbe Licht konnte der Bote nur die Umrisse seines Herrn erkennen, nach fünf Fuß stoppte er im respektvollen Abstand und verbeugte sich.
"Was für eine Nachricht hast du für mich?",
fragte die im Licht stehende Person in einem kalten Tonfall.
Der Bote antwortete untertänigst:
"Mein Herr, ich habe Neuigkeiten vom Spion, der diese Lucil Amana aus den Weg schaffen soll. Er ist mit ihr auf Tuchfühlung und bereit loszuschlagen."
Nachdenklich kratzte sich sein Herr am Kinn und fing wieder in diesem kalten Tonfall an zu sprechen:
"Sagt dem Spion, dass er nicht schon wieder einen Unfall inszenieren soll. Die Garde könnte misstrauisch werden, wenn nun auch noch die Letzte der Amana Familie durch einen Solchen stirbt. Ich vertraue da ganz seiner Kreativität. Und nun, lasst mich allein."
Die Wand dunkelte nun langsam ab.
"Wie ihr wünscht, mein Herr.", antwortete der Bote im zügigen rückwärts Schritt zur Tür.
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