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 Eine kleine Geschichte von Gwydion

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Eine kleine Geschichte von Gwydion Empty
BeitragThema: Eine kleine Geschichte von Gwydion   Eine kleine Geschichte von Gwydion EmptyDo Feb 25, 2010 10:54 pm

Dimfirith Eisenklaue

Wieder und wieder schlug der mächtige Schmiedehammer auf das glühende Stück Mithril ein.
Endlich schien es zu gelingen, die kleine Bartaxt mit dem Mithril zu verfeinern.

Gignar Eisenklaue, Anführer der Zwergenbinge "Eisenberg" - gelegen hoch im Gebirge über
der Stadt Silbrigmond - erfreute sich insgeheim an der gelungenen Arbeit seines Sohnes.
Selbstverständlich würde er dies nie zugeben, um den Ehrgeiz des jungen Dimfirith
weiter aufrecht zu erhalten.

"Junge, für einen Hammer ist der Kopf zu schmal. Oder soll das etwa eine Axt werden ?"

Mit diesen Worten und einem leichten Schulterklopfen ließ Gignar seinen Sohn an der
Esse zurück.

Dimfirith, sich sehr wohl bewußt ein Lob des besten Schmiedes der Binge erhalten zu haben,
stürzte sich mit erneutem Feuereifer in seine Arbeit. Und tatsächlich erschuf der soeben
erst sein 62. Lebensjahr erreichte Zwerg eine, wenn auch nicht außergewöhnliche, so doch
wunderschöne und prachtvolle Axt. Sicherlich würden mit dem Stück einige Goldmünzen
bei den Händlern zu verdienen sein.

Zufrieden nach dem langen Arbeitstag machte sich Dimfirith schließlich auf den Weg zu dem
Gemeinschaftssaal, indem sich die Zwerge allabendlich versammelten um Geschichten
auszutauschen, gutes Zwergenbier zu trinken und natürlich reichlich zu essen.

Die ausgelassene Stimmung, die schon von weitem zu vernehmen war, deutete offenbar auf
einigen Besuch hin. In freudiger Erwartung eines rauschenden Festes und vielleicht
der einen oder anderen kleineren Rauferei beschleunigte Dimfirith seine Schritte.

Doch was war das für ein Geräusch ? Ein heftiger Schlag von Metall gegen Metall ?!
Wurden die Zwerge etwa angegriffen ?!

So schnell ihn seine Beine trugen rannte Dimfirith zur Gemeinschaftshalle.

Und tatsächlich. Ein äußerst merkwürdig anmutender Zwerg war in einen Zweikampf mit seinem Vater
verstrickt. Der Fremde war in eine der merkwürdigsten Rüstungen gewandet, die der junge Zwerg bisher
gesehen hatte. Über und über mit Stacheln besetzt, auf dem Helm ein Stachel von gut einem
halben Meter Länge, aber schlimmer noch als dieser Anblick : Welch ein Gestank ! Nicht das
Dimfirith ein begeisterter Freund der Badewanne gewesen wäre, aber dieser komische Kauz schien
seine quietschende Rüstung seit Jahrhunderten nicht abgelegt zu haben !

Gebannt beobachtete Dimifrith weiterhin den Zweikampf, aus dem bisher noch kein eindeutiger
Sieger hervorgegangen war. Die Besorgnis hatte sich schnell gelegt, als er erkannte das
es sich hier um einen freundschaftlichen Wettkampf handelte; so stimmte er schnell in
die Anfeuerungsrufe und das allgemeine Gejohle der übrigen Zwerge ein.

Nachdem sich die beiden Kontrahenten nach einer wahrlich wüsten Balgerei letztendlich lachend
gegenseitig auf die Schultern klopften, wurde das Geschrei der Zwerge noch lauter. Das
Bier floß in Strömen, die Stimmung war ausgelassen wie lange nicht mehr.

Gignar bedeute seinem Sohn sich zu Ihm und dem Zwerg in der Stachelrüstung zu gesellen.

"Sohn, dies hier ist Dein Onkel Knarx. Du hast vielleicht schon von ihm gehört"

Natürlich hatte Dimfirith schon von Knarx gehört. Knarx war der ehemalige Anführer der
Kampfeinheit "Eisenbieger"
Als gefährlich für einen jeden Feind auf dem Schlachtfeld, aber auch nur schwer erträglich
außerhalb des Kampfes, war die Truppe bekannt gewesen.

Die Eisenbieger waren einst eine Truppen von Schlachtenwütern.

Gleichzeitig fasziniert und abgestoßen betrachtete Dimfirith seinen Onkel. Warum tauchten
der "Eisenbieger" zu diesen doch eher friedlichen Zeiten auf ? Lange Jahre war er
umhergestreift, fast sogar in Vergessenheit geraten.

Gignar, der die vielen Fragen an Dimfiriths Gesicht ablesen konnte, kam schnell zur Sache
"Junge, es scheint als hätte eine größere Gruppe von Duergar sich nicht allzuweit
von dem Zugang zu den tieferen Tunneln niedergelassen.
Knarx hat sie beschattet und das Eindringen gemeldet. Seit Jahren haben wir
friedlich leben können, doch wir waren nicht immer wachsam. Unser Clan hält sich für Stark,
doch wir haben kaum noch richtige Kämpfer unter uns. Knarx und ich haben daher beschlossen
schnellstmöglich die "Eisenbieger" wieder aufzubauen, bevor die Duergar uns tatsächlich finden"

Eine außergewöhnlich lange Rede für den Clanführer dachte Dimfirith. Die "Eisenbieger" wieder
aufbauen ? Keine gute Idee...

Die Teilnahme bei den Eisenbiegern war natürlich freiwillig, doch es meldeten sich immerhin 20
der insgesamt nur 200 Zwerge. Die verbliebenen Zwerge wurden in kleinere, reguläre, Kampfverbände
eingeteilt um ebenfalls regelmäßig zu trainieren und auch Patrouillen durchzuführen.

Beinahe vier lange Wochen nach dem erscheinen des alten Schlachtenwüters griffen die Duergar an.

Eine der Patrouillen war in einem kurzen Handgemenge überwältigt worden und konnte keine
rechzeitige Warnung mehr ausstoßen.

150 Duergar, mit einem gewissen Überraschungsmoment auf ihrer Seite, drangen in die Binge ein.
Die Patroullien, die den Dunkelzwergen begegneten erkannten das Unheil und versuchten die
Hauptstreitmacht zu informieren. In vielen kleineren Gefechten wurden jedoch einige der
Patroullien, aber auch viele Duergar, in den Tod geschickt.

Doch es waren noch immer gut 120 Duergar auf dem Vormarsch, deren Eindringen in der großen
Schmiedehalle nur noch 80 Zwerge vom Clan der Eisenklaue erwartete. Zuviele waren gefallen
oder in anderen Regionen der weitverzweigten Tunnel unterwegs.

Doch eines erwarteten die siegessicheren Duergar nicht. Eine kleine Schar der Verteidiger
rannte plötzlich wilde Kampfschreie ausrufend auf die Angreifer zu.
Es folgte ein furchterregendes Gemetzel, an dem sich schließlich auch dei überigen Verteidiger
anschlossen.

Viele der angreifenden Dunkelzwerge waren von der brutalen Urgewalt der anstürmenden Schlachtenwüter
überrascht worden, und starben - aufgespießt an den Helmdornen oder zerrissen von den scharfkantigen
Rüstungen. Die regulären Verteidiger waren ebenso entsetzt wie die Angreifer ob dieser
Kampftaktik, doch diese Überraschung verging schnell.

Noch immer hatten die verbliebenen Dunkelzwerge eine Übermacht und schlugen, nach dem
Entsetzen über die erste Angriffswelle, hart zurück.

Dimfirith, der seine neue Bartaxt schneller in der Schlacht erproben durfte, als er sich
hätte erträumen könnne, focht Seite an Seite mit seinem Vater gegen 5 grimmige Duergar.

Gignar war ein erfahrener Kämpfer und hielt drei der Anrückenden in Schach, doch gelang es ihm kaum,
zum Angriff übergehen zu können. Dimfirith hatte gegen die verbliebenen zwei Gegner zuerst mehr
Glück. Einen der Duergar konnte er mit einem Wurf der kleinen Axt außer Gefecht setzen.

Doch schnell erkannte er seinen Fehler. Seine einzige Waffe war fort.
Mit dem Mute der Verzweifelung trat er unbewaffnet gegen den mit einem Kriegsahmmer
bewaffneten Dunkelzwerg an. Angesichts seines stark bedrängten Vaters, der schon aus vielen
Wunden blutete, steigerte Dimfirith sich in einen berserkerhaften Kampfrausch.
Unter Mißachtung der selbst einsteckenden Schläge kämpfte er verbissen weiter und schaffte
es, seinem Gegner schließlich die starken Hände um den Hals zu legen.

Gignar war noch immer schwer bedrängt und konnte sich kaum noch auf den Beinen halten.
Aus unzähligen kleinen Wunden blutend wurde er zusehend schwächer.

Dimfirith, noch immer wie besessen von Kampfeslust, erkannte schnell, daß er seinem
Vater nicht unbewaffnet würde helfen können. Rasch blickte er sich nach einer verlorenen
Waffe um, fand jedoch nichts weiter als den Helm eines neidergestreckten Schlachtenwüters.

Schnell schnallte er den Helm fest und rannt unter markerschütterndem Gebrüll und gesenktem
Kopf auf die Gegner seines Vaters zu.

Einige Stunden später kam Dimfirith wieder zu Sinnen. Über und über mit Blut seiner Feinde
besudelt, die den wahnsinnigen Attacken seines Helmstachels zum Opfer gefallen waren.

Diese Schlacht war vorrüber, doch was hatte er getan ? Wie hatte er gekämpft ?

Als Onkel Knarx, ebenso blutverschmiert wie Dimfirith selbst, mit einem strahlenden
Lächeln auf Ihn zutrat und sprach "Du bist ein wahrer Schlachtenwüter", hatte Dimfirith
verstanden ....
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