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 Silir Silberbart von Gwydion

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BeitragThema: Silir Silberbart von Gwydion   Silir Silberbart von Gwydion EmptySa Feb 27, 2010 10:59 am

Dunkel war es in meinem Schlafgemach, doch an Schlaf selbst war nicht mehr zu denken. Zu Aufregend versprach der neue Tag, mein 80. Geburtstag, zu werden.

Aus den Andeutungen meines Vaters, Tiberius Tingeltangel, hatte ich auf eine besondere Überraschung schliessen können.

Was es wohl sein würde? Ein gutes Buch vielleicht? Oder der lang ersehnte Eichenstab mit den wunderhübsch gestalteten Ornamenten?

Endlich erreichte mich der Geruch von gebratenem Speck. Erwartungsvoll wusch ich mir schnell Gesicht und Hände, mein Vater achtete penibel auf Reinlichkeit, kleidete mich rasch an und betrat die Küche ...

Das ernste Gesicht meines Vaters versetzte mir einen Stich in das Herz und lies mir den Atem stocken.

Schweigend deckte er den Tisch und stellte eine große Portion des köstlichen Specks vor meine Nase, sogar einen großen Krug mit schäumendem Bier hatte Vater zur Feier des Tages aufgetischt.

Endlich, nachdem wir das Mahl nahezu beendet hatten, sprach er mich in ernstem Tonfall an.

„Sohn, lange lebst Du nun bei mir und unserer kleinen Gemeinschaft, doch es ist die Zeit gekommen da Du Deine Wurzeln wiederfinden musst.“

Völlig verständnis-, ja fassungslos, blickte ich ihn an.

„Du weißt doch, das ich nicht dein richtiger Vater bin?“

natürlich wusste ich das. Dummheit war mir nun wahrlich nicht angeboren, schliesslich war Tiberius gut 2 Köpfe kleiner (ja, selbst für einen Gnom war er klein) und auch längst nicht so schwer.

So nickte ich nur schweigend, gespannt den weiteren Worten lauschend.

„Fast 80 Jahre ist es her, das ich Dich in den Bergen fand. Deine wirklichen Eltern schienen eine Reise angetreten zu haben.
Sie waren tot, erschlagen, als ich den Bergpfad erreicht. Ich weiss nicht was es war, vielleicht Räuber, vielleicht Riesen – aber das ist auch unerheblich.

Ein leises Wimmern verriet mir, das es doch noch einen Überlebenden geben musste. So fand ich, verborgen unter viel Kleidung, einen kleinen Säugling – Dich“

Erwähnte ich bereits, das ich nicht verblödet bin? Natürlich hatte ich ähnliches erwartet, dennoch stieg Zorn in mir auf. Mühsam beherrschte ich meine Gefühle und wartete auf weitere Worte meines „Vaters“.

„Du bist ein Zwerg, Sohn“

Verdammt! Ein Zwerg? Wieso hatte mir denn DAS nie jemand gesagt. Klar, ich sah anders aus, aber ein Zwerg? Nichtmal einen Bart hatte ich mir wachsen lassen ... und überhaupt! Sapperlot ...

Von meinem bestürzten Ausdruck sichtlich amüsiert fuhr mein Vater mit seiner kleinen Rede fort.
Offensichtlich hielt er es für das beste für mich und meine weitere Entwicklung, wenn ich zu den Wurzeln meines eigenen Volkes zurückkehren würde. Noch sei ich nicht zu alt dafür dort mein Glück zu finden und eine Familie zu gründen, was mir in der kleinen Gemeinschaft der Gnome sicherlich verweht bleiben würde.

Auch vergas er nicht, mich ausdrücklich über zwergische Gepflogenheiten zu unterrichten, soweit er sie kannte, und nachdrücklich auf eine latente Antiphatie der Zwerge gegen Magie hinzuweisen.

Es dauerte noch einige Wochen bis ich mich für die Reise gerüstet, Abschiedsworte an alle Freunde und Bekannte gesprochen, und mehr als nur eine Feierlichkeit hinter mich gebracht hatte.

Neugierig auf die große weite Welt wanderte ich schliesslich los. Nach einigen Monaten ohne nennenswerte Vorkommnisse erreichte ich die Wälder Cormyr´s ....
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BeitragThema: Re: Silir Silberbart von Gwydion   Silir Silberbart von Gwydion EmptySa Feb 27, 2010 10:59 am

Eintrag in mein Tagebuch:

Dippelsbach, nun lag es endlich vor mir.

Die mir begegnenden Bewohner stets höflich grüßend, sah ich mich kurz um, doch rechte Freude wollte in mir noch nicht aufkeimen – nichts zu sehen von normalgroßen.

Eine junge Dame war so freundlich mir Auskunft zu geben an welchem Ort die Zwerge Ihre Höhle gegraben hatten. Ah, das muss ich korrigieren, wie ich gelernt habe ist das korrekte Wort „Binge“. Will ja nicht sofort negativ auffallen.

Frohen Mutes machte ich mich von Dippelsbach auf gen Westen, die mir gegenüber erwähnten Gefahren glaubte ich getrost ignorieren zu können. Mittellos und klein wie ich war, konnte mich ja nun wirklich kaum jemand ausrauben wollen.

Irgendwo in diesem herrlichen Wald traf ich einen jungen Menschen namens Luthger. Verdammt groß der Kerl, aber immerhin freundlich. Sein Angebot mich auf dem langen Weg zur Binge zu geleiten konnte ich kaum höflich ablehen.

Wie ich gestehen muss, scheinen nicht alle Großen unangenehme Zeitgenossen zu sein. Jedenfalls Luthger war es nicht, im Gegenteil ein angenehmer Reisegefährte.

Nachdem er mich in freundlichem Ton darüber belehrt hatte, das weder meine wunderschöne Angel noch mein selbstgeschnitzter Eichenknüppel die richtige Bewaffnung für einsame Wanderungen in den Dippelsbacher Wäldern darstellen und auch keine Schurken einschüchtern würden (hier scheint eine regelrechte Schurken Phobie zu herrschen) griff ich beherzt zu meiner Armbrust. Sperriges Ding; werde mich daran gewöhnen müssen.

Nach einigen Stunden erreichten wir ohne das irgendetwas passiert wäre (natürlich passierte nichts, pah) einen Friedhof. Scheint mir ein interessantes Studienobjekt zu sein, angeblich wandeln hier Untote. Die Stelle habe ich selbstverständlich in meinem Notizbuch vermerkt.

Plötzlich erschien jemand in funkelnder Rüstung wie aus dem nichts. Wer so plötzlich erscheint, kann nur ein Schurke sein, dachte ich, spannte die Armbrust und zielte sorgfältig auf das rechte Auge.

Der Kerl lachte nur. Einfaltspinsel. Hatte viel Glück, das Luthger mich zurück hielt. Habe vorsichtshalber auch eine Zeichnung des Emblem der Garde meinem Notizbuch verewigt.

Zufrieden den Gardisten (Tel war der Name, muss ich auch notieren) nicht erschossen zu haben, ich muss zugeben das wäre ein grober Fehler gewesen, zogen wir weiter gen Westen.

Und tatsächlich. Räuber. Luthger stürmte voran, erschlug 2 Halblinge unm sich anschliessend dem Anführer (ich denke es war der Anführer) zu widmen. Leider stand er dabei fortwährend in meiner Schussbahn. Mit dem Kältestrahl hätte ich fast einen Halbling erwischt, doch es war wohl Luthger der die Ladung abbekam.

Er hat es überlebt und dem zwar netten aber offensichtlich nicht von Intelligenz gesegneten Barbaren konnte ich erklären das die gefühlte Kälte offensichtlich von einem plötzlichen Windstoß herrühren musste.

Unsere Rast ist vorbei, der Weg wird fortgesetzt. Luthger versichert mir, das nun kaum noch nennenswerte Gefahren auf uns warten werden. Freue mich darauf endlich Angehörige meiner eigenen Rasse kennen zu lernen.

Vielleicht braucht das hiesige Zwergenvolk einen Historiker und Schreiber. Die Zukunft wird es zeigen.
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BeitragThema: Re: Silir Silberbart von Gwydion   Silir Silberbart von Gwydion EmptySa Feb 27, 2010 11:00 am

Eintrag in das Tagebuch:

Endlich, Endlich, betrat ich die wundersame Wohnhöhle meiner Verwandten.

Das erste was ich zu sehen bekam war eine heimelige Taverne, "das kalte Loch". Ich muss zugeben selten so köstliches Bier verkostet zu haben, ja hier liesse es sich leben.

Nach trauter Runde und angenehmen Gesprächen wurde mir auch das innere der Binge gezeigt. Ein schon länger hier lebender Bruder namens Kilon zeigte einem weiteren Neuankömmling und mir ausführlich den inneren Bereich.

Glir ist wirlich ein hübsches Mädchen.

Das Kampftraining an den Puppen verlief leider nicht so verheissungsvoll. Mich deucht der Knüppel aus Eichenholz taugt nur dazu Fliegen zu erschlagen. Werde das Ding schnellstmöglich gegen etwas besseres eintauschen.

Immerhin habe ich es geschafft mit der Armbrust zu schiessen ohne mich mit den Bolzen zu verletzen oder, wie so oft, meine Finger beim Spannen der unhandlichen Waffe zu quetschen.

Später führte mich Kilon einige Schritte in das Unterreich und zeigte mir die unterirdischen Edelsteinminen. Welch eine Pracht! Diese vielen Farben! Herrlich!

Hingegen die Insekten auf unserem Wege waren weniger erbaulich. Möglicherweise hätte ich die Spinnen auch alleine beseitigen können, aber ich war doch erleichter Kilon an meiner Seite zu wissen. Ein besonders garstiges Untier sprang, kaum zu sehen, durch die halbe Höhle und landete direkt vor meinen Füssen.

Verdammter Eichenknüppel. Nutzlos. Ich muss wirklich etwas besseres besorgen. Gut das ich noch jung und beweglich bin, so konnte ich den Fängen der riesigen Spinne ausweichen bis Kilons Axt dieselben abschlug.

Nach diesen vielen positiven Eindrücken freue ich mich bereits auf den morgigen Tag. Die Wälder laden zum spazieren ein, mal sehen ob ich den Weg in Richtung Dippelsbach nicht ein weilchen wandern kann.
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BeitragThema: Re: Silir Silberbart von Gwydion   Silir Silberbart von Gwydion EmptySa Feb 27, 2010 11:00 am

Eintrag in das Tagebuch

was für eine verachtungswürdige Plackerei. Nein, für körperliche Arbeit bin ich wirklich nicht geschaffen worden, aber ich habe es mir wohl selbst eingebrockt.

Auf meiner Wanderung, ich muss gestehen ich verirrte mich ein wenig, traf ich auf eine Kutsche. Eigentlich wollte ich nur höflich nach dem Weg fragen als die Dame mich schon fragte ob ich auch einer der Arbeiter für die Aufräumarbeiten an der Drachenküste sei.

Drachenküste? Wenn das mal nicht wirklich interessant klingt!

Natürlich sei ich das antwortete ich daher, ohne wirklich über weitere Konsequenzen nachzudenken.

Kaum an der Baustelle angekommen stellte ich mich höflich vor und gab auch an Historiker und Schriftgelehrter zu sein, der lediglich Aufzeichnungen über die Vorgänge erstellen wollte.

Man gab mir Eimer und Schaufel und wies mich an zu buddeln. Irgendetwas war gründlich schief gelaufen!

Nach einem ganzen Tag der Schufterei, mein Rücken schmerzt noch immer, einigen merkwürdigen Angriffen von Goblins auf den Arbeitstrupp, nahm diese anstrengende Arbeit endlich ein Ende.

Ich habe mich endgültig entschlossen kein Bauarbeiter zu werden. Immerhin war die Entlohnung ordentlich, diese Vania scheint ein grosses Interesse am Fortgang der arbeiten zu haben.

Neben meiner Person waren noch zwei weitere Zwerge anwesend, Rugnar und Noirin, die mich zwar reservierter als Kilon betrachteten, doch auch noch sehr höflich zu mir waren. Ich denke ich habe wieder einiges über mein Volk gelernt.

Später am Abend traf ein weiterer Zwerg am Orte der Bauarbeiten ein, Biribur, und wir zogen zu viert gemeinsam in Richtung Binge.
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BeitragThema: Re: Silir Silberbart von Gwydion   Silir Silberbart von Gwydion EmptySa Feb 27, 2010 11:00 am

Eintrag in das Tagebuch

hätte ich doch diese Apparatur meines Vaters nicht mitgenommen. Ich fürchte nun habe ich, kaum das ich angekommen bin, mein eigenes Volk verschreckt.

Auf der Reise von der Drachenküste zurück zur Binge (auf das Wort "Erdloch" hin, scheinen meine Brüder und Schwestern ärgerlich zu reagieren) wurde unser kleiner Trupp von einer Herde Trolle überfallen.

Schnell erstellte ich Zeichnungen dieser interessanten Spezies, bevor meine Brüder diese in Stücke hacken konnten.

Es stellte sich heraus, das jede Eile unnötig war. Diese Trolle standen einfach immer wieder auf!
Verzweifelt sinnierte ich darüber, wie ich meinen kampferprobten - aber ganz offensichtlich in Schwierigkeiten steckenden Brüdern - beistehen konnte.

Notfall. Ja, das war sicher ein Notfall, der den Gebrauch von etwas Magie zum Wohle meines Volkes rechtfertigen würde. Dachte ich.

Mit einem gut gezielten Kältestrahl trachtete ich den Trollen also nach dem Leben - leider schien es die Ungetüme nicht zu beeindrucken, meine Brüder aber umso mehr. Regelrecht angespornt durch diese Manifestation von nur wenig Magie, wurden die Trolle schnell besiegt.

Man kann sich kaum vorstellen wie grimmig Zwerge gucken können, wenn sie einem anderen Zwerg vorwerfen Magie zu benutzen. Verdammt, ich hätte schwören können alle hätten mir den Rücken zugewannt, aber ich war wohl zu unvorsichtig.

Niedergeschlagen setzte ich mit meinen, nun deutlich reservierteren Brüdern, den in Folge ereignislosen Weg zur Binge fort.
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