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 Vertrieben von Liameyna

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BeitragThema: Vertrieben von Liameyna   Vertrieben von Liameyna EmptySa Feb 27, 2010 11:23 am

Die Stellen an denen er sie verwundet hatte, schmerzten immernoch. Die Wunden selbst waren im Laufe des Tages verheilt, keine Spur des Kampfes an ihrem Körper zurückgeblieben, aber der Schmerz saß tiefer als körperliche Wunden gehen können. Wochenlang war sie problemlos mit ihnen zurechtgekommen, sie hatten sie sogar in ihrer Höhle geduldet. Jetzt war sie von einem Bären regelrecht aus ihrem Revier gejagt worden. Das Tier war ihr fremd gewesen und hatte über ungeahnte Kräfte verfügt.

Der Schnee knirscht unter ihren Stiefeln als sie wieder unter den freien Himmel tritt. Erleichtert atmet sie aus und beobachtet lächelnd die kleine Wolke, die sich vor ihr bildet.
Nicht viele hielten diese Kälte lange aus.
Schneeleoparden, Winterwölfe... Jäger, die sich hungrig auf alles stürzten, was sich aus den Tälern in diese karge, kalte Einöde verirrte.
Das Lager der Barbaren... nein, dort würde sie diesmal nicht hingehen.
Sie zieht ihren Umhang etwas enger um sich. Ihre Rüstung schützt sie vor der Kälte, aber der schneidende Wind und das Schneetreiben sind dennoch unangenehm. Mit wenig Mühe bahnt sich die schlanke Gestalt ihren Weg durch den knietiefen Schnee mit dem Schaft ihres Speeres nach Löchern oder verborgenen Hindernissen tastend. Nach kurzer Zeit hat der Wind ihre Spuren wieder verweht.

Mit einem lauten Kreischen bewegt sich der schwere Torflügel, die vereisten Angeln wehren sich nach so langer Zeit dagegen bewegt zu werden. Das Licht der Abendsonne fällt in die Halle, beleuchtet den im Wind tanzenden hereinwirbelnden Schnee. Langsam gewöhnen sich ihre Augen an das dämmrige Licht und sie erkennt die Gestalten, die stolz an ihren Plätzen stehen von einem schwachen purpurnen Schimmer umgeben. Die Vergangenheit eines Königreiches.
Denri wirft ihre Taschen vor die Füße Azoun des Vierten. Ob sie noch eine weitere Statue hier aufstellen werden, fragt sie sich.
Sorgsam schichtet sie das Holz einiger toter Krüppelbäume, die hier oben noch wachsen auf und entfacht ein kleines Feuer in der Mitte der Halle. Wärend der Schnee in ihrem kleinen Kessel zu schmelzen beginnt drückt sie das schwere, ächzende Tor wieder zu, bevor sich zu viel Schnee davor anhäuft. Sie muss schmunzeln. Vor ein paar Monaten hätte sie es nicht gewagt, sich selbst in einen Raum einzuschließen. Langsam schaut sie sich um, verfolgt das Spiel der Schatten der Statuen, die das kleine Feuer an die Wand wirft, und genießt die Stille. Ihren Augen genügt das fahle Licht um zu sehen, als wäre der Raum hell erleuchtet.
Langsam kaut sie an einem Stück kalten Dörrfleischs. Hier würde sie einige Zeit bleiben.
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