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 The Underdark - RPG ONLY - (Grp1) vo RQScott

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The Underdark - RPG ONLY - (Grp1) vo RQScott Empty
BeitragThema: The Underdark - RPG ONLY - (Grp1) vo RQScott   The Underdark - RPG ONLY - (Grp1) vo RQScott EmptySa Feb 27, 2010 11:28 am

Geschäfiges Treiben herrscht in Menzoberanzan, der Stadt der Spinnenkönigin, grade ist einer der hohen Faern der Stadt dabei eine neue Kerbe in die Narbondel einzufügen, als sich plötzlich ein Weg in der große Masse der Anwesenden bildet. Drow, Sklaven aller erdenklichen Rassen, jedoch vornehmlich Goblins und ein paar Zwerge, schwer beladen mit Waren für die Häuser denen sie gehören, drängen sich an die Hauseingänge um für etwas Platz zu machen. Während sich die Sklaven bemühen möglichst schnell und unauffällig den Weg zu räumen, strecken andere den Kopf hoch und schauen den Marktplatz hinunter.

Eine Reihe von Drow wird sichtbar.. alle Tragen schwere Rüstungen, die Waffen an Ihren Seiten, die Kaputzen in das Gesicht gezogen und schnell, geordneten Schrittes schreiten sie weiter am Marktplatz vorbei. Einer der Sklaven bekommt einen Tritt, weil er sich nicht schnell genug von dem Weg entfernen kann und purzelt einige Meter über die Steine, bis er vor einer Gruppe handelnder Duergar liegen bleibt, die ihn nicht weiter beachten. Ihr Weg führt zur Akademie, der großen Platz vor Ihr.. an der am heutigen Tage nicht nur die neu ausgebildeten Sargtlin, sondern auch die mit den wichtigsten Zaubern gelehrten Magier den letzten Tag absolviert hatten.

Ein guter Jahrgang soll es gewesen sein, so sagt man. Hart und Ausdauernd war das Training, die Stunden in der Akadmie, die Kontrollgänge in die umliegenden Gänge, und so mancher junger Drow ist auf der Strecke geblieben, hatte sich nicht als nutzvoll erwiesen, oder war in den Gängen Goblins oder Hackenschrecken zum Opfer gefallen.

Lansgsam entfernt sich die Gruppe wieder und das geschäftige Treiben auf dem Marktplatz geht weiter.. Hier und da ein paar Duergar mit Delikatessen oder anderen Waren, einige Waffenhändler und alle anderen Waren die in der Stadt gebraucht wurden, oder dem Luxus der großen Häusern, selbst verständlich im größten Anteil der Yathrin der Quellar, zu Gute kommen sollten.

Und so empfing man auch im Quellar Maerdyn die Absolventen der Akademie. Im Basement des Quellar stehen sie in einer Reihe... Sargtlin, geschult in dem Umgang mit Ihren Waffen, stolz tragen sie die schwarz/blau/silbernen Rüstungen des Hauses, und das Schild an Ihrer Seite - vor Ihnen die Shebali des Hauses, die fortan die Wege erkunden, oder verdeckt für die Interessen des Hauses operieren sollten. Ihre Rüstungen waren leichter als die der Sargtlin, und so ist es Ihnen möglich schneller und vor allem leiser Ihre Aufgaben zu erfüllen. Mit etwas Abstand neben Ihnen standen die Faern des Hauses, die nun auch die langwierige Ausbildung an der Magier-Akademie abgeschlossen hatten und wegen Ihres Standes in der Lage gewesen waren, sich Roben selbst schneidern zu lassen. Dabei hatten diejenigen, deren Leistungen besser gewesen waren scheinbar einen deutlichen Höheren Obulus dafür erhalten, sodass die ein oder andere Robe prächtiger ausfiel als die des benachbarten Magiers.

Abolsute Ruhe herrschte in dem durch magische Funkeln erhellten Raum des Quellar... nur die Faern waren durch die Studien an Ihren Büchern ein wenig an anderes, natürliches Licht gewohnt und hatten viele Stunden mit Kerzen über den mächtigen Büchern gesessen um Ihre Fähigkeiten zu schulen und sich Wissen anzueignen was für das Schicksal Ihrer Hauses so wichtig war. So standen sie da und warteten... angeordnet hatte sie es... und das Wort der Ilharess war Gesetz.. mehr noch..es nicht zu befolgen bedeutete den Tod, und so harrten alle aus, wagten es nicht sich zu bewegen oder mitteinander zu sprechen.

Eine Tür knarzte und sobald sie die Gestalt der Ilharess vernahmen, senkten sie die Köpfe und beugten sich so weit hinunter, wie es mit der schweren Rüstung nur möglich war. Respekt gebührt Ihr, das war Ihnen immer wieder eingebleut worden, und der ein oder andere hatte dies schmerzhaft für immer in seine Seele und seinen Körper eingebrannt bekommen.

Langsam und würdevoll tritt sie in den Raum, gefolgt von den Priesterinnen des Hauses. An Ihrer Seite die zusammengerollte Peitsche mit den Schlangenköpfen, die sich begierig zischend zu den Sargtlin ausstreckten als sie an der Reihe vobeischreitet und mit prüfendem Blick die Absolventen begutachtet. Kurz hällt sie inne... mit starrem Blick und ernstem Ausdruck, ehe sie zur gegenüberliegenden Seite des Raumes schreitet, und sich auf einem großen Thron niederlässt. In einer Reihe stehen die Yathrin des Hauses neben Ihrem Thron, den Blick Ihr gegenüber gesenkt und gleichzeitig die Sargtlin betrachtend, fast scheint es als suchten sie eine Möglichkeit einen von Ihnen zu maßregeln, die Hand fest an der Peischte an Ihrer Seite.

Laut und klar schallte es durch das Haus "Vendui malla Ilharess!", den Blick weiter gesenkt, noch immer in gebückter Haltung. Einzig die Yathrin des Hauses standen aufrecht neben Ihr, den Blick auf die Gruppe gerichtet.

Ein langsames Nicken der Ilharess, und sie wandte sich einer der Priesterinnen zu.. ihrem Alter nach zu Urteilen, konnte auch Ihre Ausbildung noch nicht lange beendet worden sein. Ihre Stimme schnitt förmlich in den Raum, und nicht wenige der Anwesenheiten verbanden damit einen kalten Schauer auf dem Rücken.

So sollen sie zeigen, was sie gelernt haben... oder niemals zurückkehren in dieses Haus.

Sie erhob sich von Ihrem Thron und wandte sich kurz der Gruppe zu, mit abwertendem kühlem Blick, ehe sie wieder zu der Pristerin sprach.

Yasraena, Ihr werden mit diesen Kämpfern eine ganz besondere Aufgabe erfüllen.. und seit Euch der Wichtigkeit bewusst.. sie wird Euch weit von der Stadt wegführen.. und Ihr habt die Gelegenheit dem Quellar einen großen Dienst zu erweisen.

Still stand sie einen Augenblick da.. und betrachtete sie.. sie wollte sicher sein, dass sie die Wichigkeit und die Nachdrücklichkeit dieses Befehls verinnerlicht.

Reist nach Velkyn... dort gibt es ein Quellar... Veldrin *sie spuckt den Namen förmlich aus*... zerstört es. Tötet alle, und gebt mir dann Nachricht. Nehmt Ihren Platz ein.

Wiederum verharrt sie einen Augenblick und Ihr kalter Blick scheint tief in die Augen die jungen Priesterin einzudringen.

Nehmt die Sargtlin *sie deutet auf die Gruppe*, die Shabali und die Faern mit, sie sollen zeigen was sie gelernt haben. Und wagt es nicht zu versagen!

Kurz legte sie den Blick auf die Gruppe... wandte sich dann ab und verlies den Raum. Eine Gruppe Sklaven betrat daraufhin den Raum, und übergab jedem der Kämpfer, jedem Shebali .. und jedem Faern einen Beutel mit Ausrüstung, ehe sie unter der Führung der Yathrin das Haus verliessen und sich auf den Weg machten Ihre Aufgabe zu bezwingen.

Der Weg führt sie hinaus aus der Stadt in die Gänge der Unterreichs, Tage waren sie bereits unterwegs, und immer wurden sie nur kurz von den Kreauturen des Unterreichs aufgehalten.. diese nichtsnutzigen Iblith.. mit Freude warfen sich die Kämpfer in die Schlacht, hinter Ihnen die Magier, und die Situationen vorab durch die Shebali ausgekundschaftet. Doch es war immer noch der Teil des Underdark, in dem die Patriullien der Stadt für Ordnung sorgten.. Nach weiteren vielen Tagen gelangen sie an einen Fluss, an dessen Ufer bereits ein Drowboot wartete, und welches sie ein Stück dem Ziel näher bringen soll. Sie nutzen die Zeit auf dem Schiff um sich von den Strapatzen der Reise zu erholen.. und sich bereit zu machen für das was noch folgen sollte... bis das Schiff sie wieder am Ufer absetzte...
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BeitragThema: Re: The Underdark - RPG ONLY - (Grp1) vo RQScott   The Underdark - RPG ONLY - (Grp1) vo RQScott EmptySa Feb 27, 2010 11:28 am

Die Hände der Ilharess krampften sich in das Laken auf dem sie lag. Sie bot ihre ganze Willensstärke auf um nicht zu schreien, nicht während ihre erstgeborene Tochter neben ihr stand und dies sicherlich als Schwäche auslegen würde.
Ihre erste Geburt war einfacher verlaufen, aber diesmal waren es ja auch zwei Kinder die den Weg aus ihren Bauch nach draußen suchten.
Eines nur würde den heutigen Tag überleben, dachte die Matronin während sie wieder zu Mal’vyra sah, die neben dem Opferaltar bereit stand, das Messer scharf geschliffen und begierig darauf einem der Kinder das Leben zu nehmen.
Eine weitere Schmerzenswelle durchzuckte die Ilharess und sie presste leise stöhnend.
Sie spürte dass sich etwas regte und drückte noch mehr, bis sie merkte dass der Kopf des einen Kindes langsam zum Vorschein kam.
Sie spürte den Blick ihrer Tochter auf sich ruhen und das gab ihr den Ansporn noch stärker zu pressen, bis das Kind fast von selbst aus ihr heraus glitt, es war eine Tochter wie sie mit einem kurzem Blick feststellte.
Sofort war Mal’vyra bei ihr und nahm das Kind um es auf eventuelle Makel zu untersuchen.
Das Kind fing an zu schreien und strampelte heftig als es so grob angefasst wurde, was die Ilharess mit einer gewissen Zufriedenheit registrierte.
Etwas enttäuscht nichts gefunden zu haben legte Mal’vyra das Kind auf den Altar während sie auf das zweite warteten.
Das zweite Kind brauchte ungleich länger, die Ilharess keuchte und stöhnte während sie sich mit aller Kraft bemühte das Kind hervorzupressen.
Zum Schluss fasste Mal’vyra sogar mit an und zog es das letzte Stück heraus.
Die Überraschung war groß als sie sah dass dieses Kind ebenfalls ein Mädchen war. Jedoch war es kleiner und reagierte nur mit einem leisen Wimmern auf die Untersuchung der großen Schwester.
Die Ilharess stemmte sich ächzend vom Bett hoch und schritt dass zum Altar um die Zwillinge in Augenschein zu nehmen.
„Lolth hat uns wahrhaft gesegnet,“ murmelte sie, „Zwillinge, und dann auch noch zwei Mädchen!“
Mal’vyra nickte zustimmend, ihre Augen glitzerten in Erwartung der bevorstehenden Opferung.
Die Ilharess sah auf die beiden Mädchen hinab die nackt auf dem Altar lagen. Die eine wendete ihr den Kopf zu und sah sie mit einem wie es ihr schien, entschlossenem Blick an.
Die andere starrte nur teilnahmslos zur Decke bevor sie den Kopf wegdrehte und die Augen wieder schloss.
Die Ilharess nickte entschlossen und gab ihrer Tochter ein Zeichen: „Opfere diese, sie ist dem Qu’ellar nicht würdig und wird die Göttin noch gnädiger stimmen. Und wir werden ihre Gunst brauchen.“
Mal’vyra nickte gehorsam und ohne zu Zögern trat sie an den Altar und stieß dem Kind den Spinnendolch ins Herz.
Die Ilharess lächelte ein grausames und zufriedenes Lächeln.
„Bwael, bringt die andere zu den niederen Yathrinen, sie sollen sie aufziehen.“
„A’dos quarth malla Ilharess, aber wie sollen wir sie nennen?“ Mal’vyra verneigte sich ehrbietig.
Die Ilharess überlegte nicht lange.
„Nennt sie Yasraena!“ sagte sie entschieden.
Mit diesen Worten wandte sie sich ab und ging zügigen Schrittes zurück in ihre Gemächer, während Mal’vyra in die Quartiere der Yathrinen ging um ihnen ihre neugeborene Schwester anzuvertrauen.

Bei den Priesterinnen wurde Yasraena zu einer verantwortungsvollen Tochter des Hauses aufgezogen und natürlich dazu einmal als fähige Yathrin das Qu’ellar zu unterstützen.
Schon bevor es ihr gestattet wurde Arach Tinilith zu besuchen, lernte sie der Göttin zu dienen und ihrem Willen stets Folge zu leisten, weil der kleinste Fehltritt mit großen Schmerzen, wenn nicht sogar dem Tod bestraft wurde.
Sie lernte sich durchzusetzen, und besonders auch sich ihrer älteren Schwester gegenüber zu behaupten. Ständige Wachsamkeit und entschlossenes Handeln wo es notwendig war sicherten ihr ihre Position im Haus.
Als die jüngere fühlte sie sich immer als minderwertiger angesehen, was ihren Ehrgeiz noch verstärkte.
Sie nutzte jede Gelegenheit um zu beweisen dass sie mindestens ebenso fähig, wenn nicht sogar mehr, war als ihre Schwester, allerdings wusste sie auch dass sie dies nicht übertreiben durfte denn Mal’vyra beobachtete ihren Fortschritt genau und würde sie, wenn sie ihr im Weg stand ohne zu zögern entfernen lassen.
Aber es schien als sei die Göttin Yasraena hold, denn sie schaffte es diesen Drahtseilakt zu überleben und sich als Tochter des Hauses neben ihrer Schwester zu behaupten.
Und es schien als würde ihr langes Warten belohnt werden, denn eines Tages rief die Ilharess sie zu sich um mit ihr die neuen Absolventen der Akademien zu begutachten….

___________

Von Nyalee


Zuletzt von Admin am Sa Feb 27, 2010 11:34 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: The Underdark - RPG ONLY - (Grp1) vo RQScott   The Underdark - RPG ONLY - (Grp1) vo RQScott EmptySa Feb 27, 2010 11:34 am

Vas’ren Maerdyn

Die Vergangenheit

Alles begann in dem Quellar in Menzoberanzan, in dem Vas’ren geboren wurde.

Die schlanke, fast schmächtige Gestalt vor Augen, sprach die Illharess mit hasserfülltem Blick: “Nenn mir einen Grund, wael, warum ich dich am Leben lassen sollte. Bis jetzt hast du nichts geleistet, was dich nützlich erscheinen lässt, deine Daseinsberechtigung erstreckt sich nur darauf, als Opfer für die Göttin zur Verfügung zu stehen.“

Auf den Knien liegend, die Stirn fast auf dem Boden abgelegt vernahm Vas’ren diese Worte der Mutter Oberin. Während noch in ihm ihre Worte und deren Bedeutung nachhallten, ertönte schon wieder ihre herrische, grausam kalte Stimme: „Wael, sag deinen Namen, danach gewähre ich dir die Gunst, mir zu zeigen, dass du doch zu mehr taugst, als ein Opfer zu Ehren Lolths zu sein.“ In Vas’rens Verstand rasten die Gedanken, was sollte er anbringen? Die sargtlin waren fast alle stärker als er, für die Magie hatte er noch nie etwas übrig gehabt und im Quellar gab es überaus fähige shebali. Mit leiser Stimme begann er zu sprechen: „Malla Illharess, ich werde euch meinen Wert beweisen, gewährt mir die Gunst, die Ausbildung an melee-magthere absolvieren zu dürfen. Ich werde euch nicht enttäuschen. Ich werde euch und dem Quellar Ehre bereiten.“

Ein kaltes, schallendes Lachen erfüllte den Audienzsaal der Mutter Oberin und sie schnitt ihm das Wort ab. „Wael, glaubst du wirklich, dass du die Akademie überleben wirst? Der saruk hat mich über eure Leistungen informiert, er meint wir sollten euch als Übungsziel an die Akademie verkaufen, so dass wir wenigstens etwas für dich bekommen. Und doch, es erscheint mir als falsch, xas, je länger ich darüber nachdenke, desto mehr enthüllt sich mir der Wille Lolths, dich am Leben zu lassen und dorthin zu schicken. Ihre Wege sind manchmal unergründlich und doch müssen wir ihr gehorsam sein, oder ihr Zorn wird uns treffen.“ Mit einer herrischen Geste bedeutete die Illharess einer Yathrin den saruk des Quellar zu holen: „Yess’rae, geh und hol mir den saruk!“

Die Yathrin verschwand eiligen Schrittes aus dem Saal noch während die Illharess sich bereits einer weiteren Yathrin zuwandte: „Varlyra, steht dieses Angebot des Quellar Maerdyn noch? Die Mutter Oberin hat uns eine große Anzahl wanre angeboten, im Tausch gegen einige wenige sargtlin.“ Ein schnelles Nicken, „ Xas, malla Illharess, erst vor kurzem sprach ich deswegen mit der jüngsten dalharil der Mutter Oberin vom Quellar Maerdyn.“

Mit einem zufriedenen Nicken wandte sich die Illharess wieder dem, immer noch verharrenden Vas’ren zu: „Bwael, da haben wir doch eine sinnvolle Aufgabe für diesen jaluk gefunden.“ In diesem Moment betrat der saruk eiligen Schrittes den Saal und kniete neben Vas’ren nieder. „ Ihr wolltet mich sprechen malla Illharess?“ „Xas, ihr werdet aus den sargtlin, die zur Akademie sollen, ein halbes Dutzend auswählen und sie umgehend hierher bringen. Nehmt nicht die Schlechtesten, aber keinesfalls die Vielversprechensten, und sucht auch nicht die Dümmsten aus, die vor ihnen liegende Aufgabe erfordert ein Mindestmaß an Verstand!“

Mit einer tiefen Verbeugung erhob sich der Saruk wieder: „Asanque malla Illharess, ich werde euren Befehl sofort ausführen. Mit diesen Worten verließ der saruk genauso eilig wie er gekommen war, wieder den Audienzsaal. Der eisige Blick der Illharess ruhte nun wieder auf Vas’ren. Ohne die Augen von ihm abzuwenden sprach sie: „ Varlyra, du wirst diesen Tausch durchführen und beaufsichtigen.“ Mit einer knappen Geste veranlasste sie den Saal räumen zu lassen, nur ihre beiden mächtigsten Yathrin durften verbleiben. „Ich will, dass diesen jaluk aufs Dringlichste eingeschärft wird, wem ihre wahre Loyalität zu gelten hat. Sorgt dafür, dass sie vom Quellar Maerdyn nach melee-magthere geschickt werden. Mir ist egal wie ihr das vollbringt. Prügelt ihnen ein, lasst sie mit Schmerzen verinnerlichen, sie dienen auf immer und ewig unserem Quellar! Der velguk soll auch nach ihrer Zeit in der Akademie Kontakt mit ihnen halten! Ich will alles wissen, was sie in Erfahrung bringen können. Lasst aber unter allen Umständen das Quellar Maerdyn in dem Glauben, der Tausch diene ausschließlich unseren beiden Häusern zur Stärkung unserer Stellung hier in der Stadt! Sollen die anderen Häuser, die über uns stehen ruhig an eine kleine Allianz zwischen unserem und dem Quellar Maerdyn glauben.“ Ein kurzes Blitzen in ihren Augen zeigte die aufkeimende Freude der Illharess. „ Varlyra, du stehst mir für den Erfolg dieses Vorhabens gerade!“

Mit einer energischen Bewegung stemmte sie sich aus ihrem Thron und verließ schnellen Schrittes den Saal.

Und so kam es, dass Vas’ren zusammen mit fünf anderen sargtlin ins Quellar Maerdyn geschickt wurde. Mit leuchtend roten Augen und überzeugend lauter Stimme schworen sie den Treueid auf Maerdyn. So manches mal, wenn sie die Peitsche einer Yathrin spürten, kam die Angst entdeckt worden zu sein. Doch schnell kam die Zeit, wo sie vom saruk des Quellar Maerdyn nach melee-magthere geschickt wurden, um ihre Fähigkeiten zum Ruhme Maerdyns zu verbessern.

Zu Beginn seiner Zeit in melee-magthere zweifelte Vas’ren nicht an den Möglichkeiten und der Macht seiner alten Mutter Oberin, ihn und die Anderen zu überwachen und jeglichen Versuch des Verrats mit dem Tode zu bestrafen. Auch hielt ihn die Angst zurück, sich dem Quellar zu offenbaren, dies hätte wahrscheinlich einen noch qualvolleren Tod oder noch Schlimmeres zur Folge.

Der velguk seines alten Quellar verlangte nur selten nach Informationen und wenn, dann auch nur über einen sargtlin des Quellar, der mit ihnen im gleichen Jahrgang an der Akademie war. Niemals sprach er direkt mit ihnen. Der einzige Hinweis, den der velguk dem sargtlin gegeben hatte um seine Echtheit zu beweisen war ein Ring der Illharess gewesen und auch diesen hatte Vas’ren nur einmal zu Gesicht bekommen.

Von den sargtlin, die mit ihm das Quellar gewechselt hatten, waren zwei in den ersten Jahren an der Akademie gestorben. Einer in Folge eines Übungsgefechts mit einem Ausbilder und der andere in Folge eines mysteriösen Unfalls, um dessen Untersuchung sich niemand so recht gekümmert hatte, weil die Illharess des Quellar Maerdyn mit einem Achselzucken die Sache zur Kenntnis genommen hatte.

Die Ausbildung selbst war hart und gefährlich, Vas’ren, den anderen mehrheitlich an Eleganz überlegen, konnte seine Defizite hinsichtlich der Körperkraft nie ganz ausgleichen und so steckte er manch harten Schlag mit der Übungswaffe ein und schmeckte häufig den Staub vom Boden der Arena an seinen Lippen. Lolth sei gepriesen, erkannten seiner Ausbilder in der zweiten Hälfte der Ausbildung seine Fähigkeiten, heimlich und vor allem schnell zuzuschlagen und unterrichteten Vas’ren nunmehr verstärkt in diesen Fächern.

Der Unterricht in den Kampfkünsten änderte sich, Vas’ren erhielt andere, leichtere Waffen, ein Rapier und einen Dolch. Auch seine Rüstung wurde zugunsten einer Leichteren ausgetauscht, die ihm mehr Bewegungsspielraum eröffnete.

Im Laufe der Zeit starben weitere zwei bei Patroullien im Har’oloth, auffällig war nur, dass bei jeder dieser Patroullien, die Yathrin aus ihrem alten Quellar stammte. Doch einzig Vas’ren zog hieraus seine Schlüsse und handelte dementsprechend. Auf Patroulliengang bewegte er sich nahezu ausschließlich weit vor der Gruppe und kundschaftete die Gänge aus. Er hielt sich möglichst fern von der Yathrin und sprach wenig über sich mit den anderen sargtlin. Gleichzeitig versuchte er Informationen zu bekommen, von welcher Seite die Gefahr drohte. Dabei musste er jedoch äußerst vorsichtig vorgehen. Als erstes wandte er sich dem sargtlin zu, der seine Kontaktperson darstellte, er beschattete ihn in der Freizeit und hielt ihn nach Möglichkeit auch während der Ausbildung im Auge. Längere Zeit, nachdem der sechste sargtlin auf der Patroullie verstorben war geschah nichts ungewöhnliches, zumindest konnte Vas’ren nicht erkennen, dass sich der sargtlin irgendwie auffällig verhielt. Doch dann, Vas’ren wollte die Beschattung schon aufgeben, verlies der sargtlin nach den Ausbildungseinheiten die Akademie und bewegte sich in Richtung des Stadtzentrums. Vas’ren folgte ihm in den Schatten, immer darauf bedacht den Abstand gleichmäßig, nicht zu groß, nicht zu klein zu halten. Auf einem kleinen Platz, nicht weit entfernt vom großen Narbondel, blieb der sargtlin stehen. Vas’ren presste sich ganz in den Schatten einer Felsmauer, da erschien, wie aus dem Nichts heraus ein völlig verhüllter Drow, anscheinend in den Künsten der Heimlichkeit außerordentlich bewandert. Vas’ren erwartete fast den velguk seines alten Quellar zu sehen, doch dann konnte er einen kurzen Blick auf das Wappen des Fremden werfen, als dieser kurz seine Rüstung entblößte um sich dem sargtlin zu erkennen zu geben. Völlig überrascht weiteten sich seine Augen, dies war weder das Wappen seines alten Quellar noch das von Maerdyn. Eine dritte Macht war offensichtlich in das Spiel eingetreten. Die Beiden sprachen kein Wort, nur ihre Finger bewegten sich schnell in der allgemein genutzten Zeichensprache, doch standen sie so, dass Vas’ren nicht alles verfolgen konnte und daher nur Bruchstücke erfuhr. Doch dies sollte ihm genügen, offensichtlich ging es darum, die zwei verbliebenen Drow möglichst bald auszuschalten. Mit einem kalten Lächeln auf den Lippen zog Vas’ren sich in den Schatten zurück und kehrte auf schnellstem Weg nach melee-magthere zurück. Wenn eine dritte Kraft sich eingeschaltet hatte, konnte das nur eines bedeuten, ein vernichtender Angriff auf sein altes Quellar. Nachdenklich betrat Vas’ren einen der offenen Übungsräume und zog sein Rapier und seinen Dolch, tänzelte leichtfüßig um die Puppe und stach blitzschnell zu. Beim Training überdachte er sorgfältig seine Situation und seine Möglichkeiten. Einerseits konnte er versuchen einfach nur am Leben zu bleiben, andererseits war da die Möglichkeit sich nunmehr im Quellar Maerdyn zu offenbaren. In der Hoffnung darauf, dass die Illharess den Wert dieser Information zu schätzen wüsste und sein Leben dafür schonte. Von der Preisgabe der Informationen brauchte sie ja nichts zu erfahren. Schnell atmend beendete Vas’ren sein Training, steckte seine Waffen weg und verlies den Übungsraum.

Er wusste, am nächsten Tag sollten er und der einzig sonst noch verbliebene sargtlin gemeinsam in einer Gruppe zu einer längeren Patroullie aufbrechen. Nach ihrer Rückkehr stand das Ende seiner Ausbildungszeit in melee-magthere unmittelbar bevor. Das Attentat musste demnach unbedingt während dieser Patroullie stattfinden. Nur kurz währte der Gedanke daran, den sargtlin zu informieren. Wenn er sterben würde, so würde das wohl in Lolths willen geschehen und ein Lächeln stand auf seinen dünnen Lippen, als er die Unterkunftsräume erreichte.

Die Zeit bis zum Aufbruch der Patroullie verging in Routinevorbereitungen und Vas’ren verschwendete keine weiteren Gedanken an diesen tölpelhaften sargtlin, viel interessanter war dagegen zu sehen, das der sargtlin, dem er in das Stadtzentrum gefolgt war offenbar kurzfristig seiner Gruppe zugeteilt worden war. Diesen galt es nicht aus den Augen zu lassen, ein Versagen würde den sicheren Tod bedeuten.

Der Angriff sollte früher als erwartet erfolgen. Vas’ren befand sich wieder in einiger Entfernung der Gruppe auf Kundschaft in den Gängen, als der Kampfeslärm zu ihm drang. Die Yathrin hatte gerade befohlen, das Lager für die vierte lange Rast herzurichten und Vas’ren befand sich, wie üblich noch auf Kundschaft, als eine Bande von Söldnern der duergar über die Gruppe herfielen. Zahlenmäßig deutlich überlegen, fielen zwar 15 vielleicht 20 duergar, doch konnte die Gruppe der Übermacht nicht standhalten. Wegen des Kampflärms zurückgekehrt, beobachtete Vas’ren aus den Schatten wie die übrigen duergar, gerade mal 4 dreckige Bastarde, jedem einzelnen die Kehle durchschnitten.

Doch ein folgenschwerer Fehler war den duergar unterlaufen, sie hatten den faern der Gruppe, der ein wenig abseits zu Boden gegangen war übersehen. Völlig vertieft in die Plünderung der Leichen bemerkten sie nicht, wie der faern sich lautlos erhob, dieser hatte schon vor einiger Zeit das Bewusstsein wiedererlangt und seine Konzentration trotz der Schmerzen, die durch seinen Körper wellenförmig strömten, ausgelöst durch einen Bolzen in seiner Seite, zu einem letzten Zauberspruch gesammelt. Ein wahnsinniges Lachen des faern erfüllte die Gänge und aus seinen nach vorn geöffneten Händen schoss eine große, grell lodernde Feuerkugel und verschlang die erstarrten duergar augenblicklich.

Die Hände immer noch zum Triumph erhoben, bemerkte der faern Vas’ren nicht, der sich ihm von hinten mit gezogenem Dolch näherte. Ein kurzer Griff, der das Kinn des faern nach oben und zur Seite zwang und fast zeitgleich bahnte sich der geschliffene Dolch seinen Weg durch die Kehle bis zu den Nackenwirbeln. Sein Blut ergoss sich auf den Boden und der faern starb ohne zu wissen, durch wessen Hand er gefallen war.

Erst jetzt, den faern tot vor sich liegend, fiel Vas’ren auf, dass die Entscheidung ihn zu töten, intuitiv gekommen war. Sollte erneut Lolths Wille Grund dafür gewesen sein? Mit einem Lächeln zuckte er mit den Schultern, egal, er war nun der einzige Überlebende der Patroullie. Er musste nur lebendig nach Menzoberanzan zurückkehren. Sicher, es würde Fragen geben, die sargtlin, shebali, ja selbst der faern waren ersetzbar für deren Häuser, aber das Quellar der Yathrin, das würde Aufklärung verlangen. Aber was sollten sie schon machen, die Beweise lagen hier vor ihm und der Urheber würde bestimmt schweigen. Zwar schob dies die Gefahr für sein Leben nur ein wenig auf, doch ihm würde schon eine endgültige Lösung einfallen.

Bei seiner Rückkehr in die Stadt fragten die Wachen am Tor nur oberflächlich nach, warum er allein zurückgekehrt war. Anscheinend musste etwas gewaltiges passiert sein. Vas’ren eilte nach melee-magthere um zu berichten und zu erfahren was passiert war. Sein vorgesetzter Ausbilder nahm seinen Bericht scheinbar völlig unbeeindruckt entgegen und erklärte im Gegenzug, das während seiner Abwesenheit gleich zwei Häuser erloschen wären. Nur mit Mühe konnte Vas’ren ein Lächeln unterdrücken, sein altes Quellar war aufgerieben worden und auch das siegreiche Haus, jene dritte Macht, die die Vernichtung der sechs sargtlin betrieben hatte, war kurze Zeit später untergegangen, verschlungen von der vereinten Macht der Häuser des Hohen Konzils, weil die Zerstörung nicht vollständig gewesen war. Einzig ein junger Adliger hatte den Angriff überlebt und die Anklage vor das Hohe Konzil getragen.

Angesichts dieser Ereignisse maß niemand dem Verlust einer ganzen Patroullie größere Bedeutung zu. Die folgende Zeit verging, ohne besondere Ereignisse und dann war die Zeit gekommen. Vas’rens letzte große Prüfung an der Akademie, die Prüfung seiner Loyalität im Angesicht der Göttin

Die Zeremonie verlief unauffällig in einem Saal in melee-magthere. Vas’ren kniete in der Mitte nieder, umringt von mehreren Yathrin aus arach-tinilith, die ihn mittels Magie und der Peitsche auf seine Loyalität zu Lolth prüften. Gestärkt in seinem Glauben durch die vorangegangene Gunst der Göttin, bestand Vas’ren die Prüfung. Ein grauenhaftes Schicksal als Drider war ihm somit erspart geblieben.

Ein stummes Gebet an Lolth sendend erhob sich Vas’ren ehrfürchtig, lies den Saal mitsamt den Yathrin hinter sich, packte seine Habseligkeiten zusammen und kehrte als erfolgreicher Absolvent der Akademie den Rücken. Er wusste nun, was er zu tun hatte. Er wollte den Aufstieg im Quellar Maerdyn zu Ehren der Göttin beginnen.

Am nächsten Tag fand er sich im großen Saal des Quellar Maerdyn wieder. Tief nach vorn gebeugt zusammen mit allen anderen Absolventen von melee-magthere und sorcere und die schneidende Stimme der Illharess erfüllte den Raum:

„So sollen sie zeigen, was sie gelernt haben... oder niemals zurückkehren in dieses Haus“

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Von Biribur
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